Throne of Glass: Die Erwählte

Band 1 der Throne of Glass-Reihe von Sarah J. Maas

Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (23. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Throne of Glass
Aus dem Englischen von: Ilse Layer
ISBN: 978-3423716512

 

Klappentext:

Zwei Männer lieben sie.
Das gesamte Land fürchtet sie.
Nur sie kann das Königreich retten.

Celaena Sardothien ist jung, schön und zum Tode verurteilt. Doch dann erhält sie eine letzte Chance. Kronprinz Dorian hat sie dazu auserkoren, in einem tödlichen Wettkampf für ihn zu kämpfen. Gewinnt sie, erhält sie ihre Freiheit zurück. Verliert sie, bezahlt sie mit ihrem Leben…

 

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Kurze Inhaltsangabe:

Celaena Sardothien, einst die gefürchtetste Assassinin des Landes, arbeitet als Sklavin in einem Arbeitslager des Königs.
Doch ihr Name ist noch nicht in Vergessenheit geraten. Kronprinz Dorian macht sie ausfindig und bittet sie, in seinem Namen an einem Wettkampf zu Hofe anzutreten. Der Gewinner soll dem König 4 Jahre lang dienen, indem er dessen Feinde aus dem Weg räumt, und anschließend die Freiheit erlangen.
Die Vorstellung als Auftragskillerin des Königs zu agieren, ebenjenem König, der das Land unterjocht und sie in das Todeslager hat bringen lassen, ist ihr zutiefst zuwider. Doch Celaena hat keine Wahl: Sie kann zur Schachfigur in des Königs Spiel werden oder in Endovier sterben.
Bevor sie also des Königs Champion wird, muss sie sich im Kampf gegen andere Kriminelle behaupten. Und die meisten unter ihnen kämpfen nicht fair!
Gut, dass sie unverhofft Hilfe bekommt. Oder nicht?
Wie hoch ist der Preis für diese Hilfe? Warum soll sie unbedingt des Königs Champion werden? Was macht sie so einzigartig?

 

Meine Meinung:

Die Geschichte ist in einem flüssigen, spannenden Schreibstil geschrieben, der mich direkt mitnahm. Die Seiten blätterten nur so dahin, obwohl das Buch doch einige Schwächen hat:
Celaena Sardothien zum Beispiel. Sie ist eine merkwürdige Person, die zugleich tough, kühl und tödlich als auch verletzlich und aufmerksamkeitsheischend ist. Sie betitelt sich selbst als die Assassine von Adarlan. Sie ist sich ihrer so sicher, dass sie meint, es mit der ganzen Welt aufnehmen zu können. Und doch manövriert sie sich selbst öfter in unmögliche Situationen, die sie als Assassinin doch sicherlich hätte vorausahnen oder umgehen können… Sie ist kühl, alles scheint ihr egal zu sein und gleichzeitig buhlt sie konstant um die Aufmerksamkeit aller und erträgt es nicht, nicht als die beste anerkannt zu werden. Sie ist Meisterin an etwa jeder Waffe und zugleich liebt sie schöne Kleider, Bücher und Tiere. Sie liebt schöne Kleider, kleidet sich aber wie „aus einem anderen Jahrhundert“ (o.Ä. ~Dorian). Sie liebt Bücher und Essen – da fragt man sich doch, ob sie ohne den Wettkampf nicht fürchterlich zulegen würde, insbesondere da aus dem Buch hervorgeht, dass Ausdauertraining so gar nicht ihr Ding ist.
So ganz warm wurde ich mit ihr nicht. Sie scheint ein Mensch unzähliger Geheimnisse zu sein, aber diese werden leider nicht aufgedeckt, sodass man auch zu Ende des Buches das Gefühl hat nur an der Oberfläche gekratzt zu haben. Ihre schlagfertige Art brachte mich zwar oft zum Schmunzeln, gelegentlich empfand ich sie aber auch als durchweg kratzbürstig. Das würde zu der Assassinin in ihr passen, nicht aber zum dem hübschen, Rüschenkleider tragenden Gesamtpaket.

Genauso wie Celaena, lässt das Buch selbst sich nicht in eine Schublade stecken. Es ist zum Teil actiongeladene Fantasy, zum Teil Romanze, zum Teil Krimi…
Sicherlich ist für jeden Geschmack etwas dabei, leider wird nichts so richtig ausgeführt. Der Wettkampf. um den es im ersten Band wohl hauptsächlich gehen soll, wird fast von den Nebenhandlungen überschattet!
So geschehen mysteriöse Morde, die selbst eine eingehende Erläuterung verdient hätten. Dadurch, dass sie so wenig beleuchtet werden, baut sich durch sie aber keine zusätzliche Spannung auf.
Die Romanze ist ganz unterhaltsam, da ich Dorian aber sehr wenig abgewinnen kann (er soll sich endlich gegen seinen Vater auflehnen! TEAM CHAOL!), musste ich doch gelegentlich mit den Augen rollen. On a side note: Chaol und Nehemia finde ich bisher sehr gut gelungen.
Die übernatürlichen Elemente setzen erst im Laufe des Buches ein, sodass sie zunächst weit hergeholt erscheinen.

Insgesamt ein schön geschriebenes Buch, das noch sehr viel offen lässt. Ich habe den zweiten Teil bereits begonnen und hoffe, dass man jetzt einige Antworten bekommt und die Charaktere etwas tiefgründiger werden. Gerade wegen der vielen widersprüchlichen Meinungen zu dem Buch, versuche ich neutral zu bleiben. Bisher kann ich aber noch nicht sagen, ob die Reihe wirklich so gut wird, wie der Hype zunächst ahnen lässt. Ich denke, es hängt alles von den Folgebänden ab, ob die Reihe zu einem Hit oder einem Flop wird.

Für diesen ersten Band vergebe ich gut gemeinte 3 Sterne. Das Potenzial für 4 oder 5 Sterne ist durchaus da. Schauen wir mal, was Maas daraus macht!

 

 

 

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