Skovron, Jon // Empire of Storms: Pakt der Diebe

Format: MP3-CD, Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt durch den Verlag
Verlag: Ronin-Hörverlag (22. Februar 2019)
Sprache: Deutsch
Gelesen von: Matthias Lühn
ISBN: 978-3961541089
Seitenzahl der Printausgabe: 592 Seiten
Originaltitel: Hope & Red
Aus dem Englischen von: Michelle Gyo

 

Inhalt:

Hope ist noch ein Mädchen, als ihr Dorf von Biomanten angegriffen und dem Erdboden gleich gemacht wird. Sie allein überlebt und findet in einem Kloster Unterschlupf. Dort wird sie zu einem Vinchen-Kriegsmönch ausgebildet, einer eigentlich ausschließlich von Männern praktizierten Kampfkunst. Dass ein Mädchen in der Kampfkunst unterrichtet wird, ist vielen Mönchen ein Dorn im Auge, sodass Hope es nach wie vor schwer hat. Doch ihr Ziel schwebt ihr vor Augen und lässt sie diszipliniert weiter trainieren, denn eines Tages wird sie den Biomanten töten, der für das Gemetzel in ihrem Dorf verantwortlich war.

Der in die Oberschicht geborene Red wuchs nach einem Schicksalsschlag als Straßenjunge auf den finsteren und überfüllten Gassen New Lavens auf und wurde zum besten Taschendieb. Trotz seiner elitären Vergangenheit, fühlt er sich hier heimisch. Deshalb kann er der Ungerechtigkeit, die in seinem Viertel herrscht, auch nicht länger zusehen.

Als Hope und Red einander auf schicksalhafte Weise begegnen, schließen sie einen Pakt, der die Zeit der Ungerechtigkeit beenden wird …

 

Meine Meinung:

Gleich zu Beginn des Buches erlebt der Leser zwei Zeitsprünge, die meinen Lese- (oder eher Hör-)fluss leider störten, sodass ich nur schwer in die Geschichte hereinkam.

Ich hatte auch eine Weile meine Probleme mit den Charakteren, denn alle weiblichen Figuren sind starke Kämpferinnen. Auf der einen Seite ist es toll, dass die Geschichte auf typische Genderroles verzichtet und die Frauen zur Abwechslung mal nicht gerettet werden müssen. Sie können durchaus auf sich selbst aufpassen. Trotzdem hätte ich mir hier etwas mehr Vielfalt gewünscht. Einen schüchternen Charakter, einen mädchenhaften, einen kriegerischen – you get it.

Red ist mir sympathisch, auch wenn er sehr anfällig zu sein scheint für die „Liebe auf den ersten Blick“ und seine Wortwahl gelegentlich gewöhnungsbedürftig ist.

Die Geschichte ist durchzogen von Slang, Kraftausdrücken und vulgären Kommentaren. Frauen werden als Miezen bezeichnet (und Männer als Kater), „Verpisste Hölle!“ ist ein Ausdruck des Erstaunens analog dem englischen „wtf?“, „verpisst“ wird außerdem gerne und oft als beschreibendes Adjektiv verwendet. Man muss sich an Beschreibungen wie „Schwänze verbiegen und Fotzen strecken“ gewöhnen. Ich bin überhaupt nicht zimperlich und finde, dass eine raue Sprache einfach in solche Geschichten gehört. Aber selbst mir stieß die Ausdrucksweise gelegentlich übel auf.

Red und Hope treffen erst sehr spät aufeinander, sodass der Großteil des ersten Bands aus Vorgeschichte und Hintergrundwissen besteht und ein wenig langatmig vor sich hinplätschert.

Zumindest ist das Setting toll, sodass handlungsarme Passagen auch schnell weggehört sind. Düstere Tavernen in armen Vierteln, Bandenkriege, Piraterie, viele imposante Kämpfe und das Mysterium um die Biomanten, die teils mit Magie, teils mit Wissenschaft, Leben nehmen und erschaffen.

Matthias Lühn ist ein hervorragender Sprecher, dem man gerne zuhört und der den Charakteren Stimmen gibt, die die Geschichte wirklich aufwerten.

 

Band 1 erschafft die Grundlage für eine Fantasyreihe mit viel Potenzial!

Leider hatte ich mir vom Auftakt ein wenig mehr erhofft und vergebe deshalb 3 von 5 Sternen. Ich werde die Reihe aber weiter verfolgen und euch ein abschließendes Feedback geben!

 

 

Ein großes Danke an Neele vom Ronin-Hörverlag für die Bereitstellung des Hörbuchs!

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