Hunting, Helena // Stay

 

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: LYX (31. August 2018)
Sprache: Deutsch
Aus dem Englischen von: Beate Bauer
ISBN: 978-3736307063

 

 

Klappentext:

Was ist heißer als ein sexy Milliardär?
Ein sexy Milliardär mit Haustieren!

Ruby Scott ist verzweifelt: Nachdem ein mysteriöser Typ sie auf einer Party erst küsst und ihr dann mitten ins Gesicht hustet, wird sie so krank, dasss ie ein wichtiges Casting vermasselt. Dabei braucht sie dringend einen Job. Das Angebot, sich um die Haustiere des reichen Hotelbesitzers Bancroft Mills zu kümmern, kommt ihr da gerade recht. Doch sie ahnt nicht, dass Bane kein Geringerer ist, als der Typ von der Party…

 

Meine Meinung:

Auf eine ausführlichere, eigene Inhaltsangabe verzichte ich, weil das Buch leider keine richtige Handlung hatte. Der Klappentext sagt eigentlich alles, was gesagt werden muss.
Das tut mir besonders Leid, weil ich das Buch verlost und in einem gemeinsamen Buddy-Read mit Lisa, der Papierfliegerin von patchis-books, und Gina (IG „buchgelesen“) gelesen habe. Was lernen wir daraus? Nur Bücher verschenken, die man selbst schon kennt und für gut befunden hat!

Aber eins nach dem anderen:
Das Cover ist wunderschön – klassischer Fall des Coverkaufs – und macht sich schön im Regal.
Der Schreibstil von Hunting ist frech und flüssig, sodass die Seiten nur so dahinblättern. Dass ich mit dem Buch so schnell durch war, lag aber vor allem daran, dass ich ganze Textpassagen einfach überblättern konnte. Den Anschluss habe ich dadurch nicht verloren, was eine Menge über den Inhalt des Buches aussagt. Die Handlung beschränkt sich auf Bancroft, seine Haustiere – insbesondere sein *Frettchen* -, seine ewigen Meetings, um Rubys Jobsuche und ihre rechte Pobacke.

Zu Beginn war mir Ruby sympathisch, weil sie so anders ist als der Rest ihrer Sippe. Sie nimmt Apetithäppchen in ihrer Handtasche mit und möchte unbedingt ihren Traum wahr machen statt zu kneifen und sich auf Papas Reichtum zu stützen. Allerdings merkte ich im Verlauf des Buches mehr und mehr, dass sie gar nicht so tough ist, wie sie tut. Sie ist etwas naiv, total unbedacht (oh, ich habe ja gar nichts an/oh, ich bin versehentlich im falschen Bett gelandet/oh, ich habe gar nicht gesehen, dass das Frettchen mit meinem Spitzenhöschen spielt, als ich das Foto gemacht und dir geschickt habe…) und man schaut nur selten hinter ihre vulgäre Fassade. Als sie dann noch ohne eine Spur eines schlechten Gewissens Bancrofts Nachrichten auf dem AB löscht, wurde sie mir einfach unsympathisch.

Auch Bancroft scheint anfangs ein sympathischer, toller Typ zu sein. Bis er dann Ansprüche auf Ruby erhebt, ihr vorzuschreiben versucht, was sie tun und lassen soll und seine Gedanken in noch obszönere Regionen wandern als ihre. Zumindest benimmt er sich anderen gegenüber immer korrekt.

Der erhoffte charmante, witzige Flirt zwischen den beiden wird abgelöst und ertränkt von unverhohlener Sexbesessenheit, die sich ungelogen auf jeder einzelnen Seite äußert – egal, was eigentlich gerade Thema ist.

Das aufkommende Drama zwischen Ruby und Bancroft ist todlangweilig und ruckzuck aus der Welt geschafft. Die Probleme der einzigen wirklich interessanten Person, Amalie, die in einer unglücklichen Beziehung zu sein scheint, die sich in einer Essstörung wiederspiegelt, werden am Ende leider nicht aufgeklärt.

Insgesamt eine Geschichte ohne viel Handlung, dafür mit sehr vielen erotischen Klischees. Ein Porno in Buchform. Daher auch nur 2 von 5 Sternen von mir.
Für eine ausführlichere Rezension, schaut gerne bei Lisa von Papierfliegerin vorbei. Ihre Rezi spricht mir aus der Seele.

STAY

Zum Augenrollen bringende Zitate (damit ihr seht, dass ich nicht übertreibe):

Er öffnet den Käfig und nimmt sie (Frettchen Francesca) vorsichtig heraus. Kaum hat er sie au fdem Arm, klettert sie pber seine Brust und wickelt sich um seinen Hals, wo sie an seinem Kinn knabbert und seine Bartstoppeln putzt. Das ist genau das, was ich auch gern täte. ~S.103

 

Bei dem Anblick zerfließen meine Eierstöcke und fordern lauthals nach seinem Sperma.~S.103

 

„Was machst du?“
„Ich suche deine Engesflügel.“~S.104

 

 

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