Condie, Ally // Atlantia

 

Format: Audio Hörbuch
Spieldauer: 9 Stunden und 29 Minuten
Version: Ungekürzte Ausgabe
Verlag: Argon Verlag
Sprache: Deutsch
Seitenzahl der Printausgabe: 416 Seiten

 

Klappentext:

Zwillinge.
Sie waren für ein gemeinsames Leben bestimmt.
Doch das Schicksal trennte sie.

Bay, du fehlst mir so sehr, flüsterte sie in die Muschel. Aus dem Inneren tönte ein rauschender Gesang und erinnerte an eine Zeit, als Wasser und Land noch zusammengehörten. Wo auch immer an der Landoberfläche ihre Schwester nun war, sie musste sie finden – auch wenn es niemandem erlaubt war, die Stadt unter der Glaskugel zu verlassen.

In einer Welt, die in Wasser- und Landbevölkerung aufgeteilt ist, werden die Zwillingsschwestern Rio und Bay durch einen Schicksalsschlag getrennt. Bay tritt ihre Reise zur Oberfläche an. Rio bleibt in Atlantia zurück. Um ihre Schwester wiederzusehen, muss sie herausfinden, warum Wasser und Land getrennt wurden und welche wunderbare und zugleich zerstörerische Gabe die Frauen der Familie verbindet.

 

Meine Meinung:

Mit Condie’s Atlantia taucht man ein in eine Welt unter Wasser. Diese ist sehr detailreich beschrieben und fasziniert und verstört den Leser gleichermaßen. Die Beschreibungen zu Atlantia und dem Leben unter Wasser sind sehr gut gelungen, nehmen allerdings den Großteil des Buches auf Kosten der Handlung ein. Auch Christiane Marx als Sprecherin, die ich wirklich sehr gerne höre, kann keine richtige Spannung erzeugen.

Für mich hätte diese Geschichte ganz klar in zwei Büchern erzählt werden müssen, um sich richtig entfalten zu können. Wohingegen der Anfang ein wenig vor sich hin plätscherte, wurden die zahlreichen Geschehnisse am Ende einfach abgehandelt. Gerne hätte ich mehr zu der Außenwelt erfahren, zu dem Zusammenleben der Erd- und Meeresbewohner. Zudem hätte die Geschichte die beste Voraussetzung für einen Cut. Ein Buch hätte von der Flucht aus Atlantia, das zweite von den Herausforderungen an Land erzählen können. Auf der anderen Seite ist es fraglich, ob bei zwei Bänden mehr Spannung aufgekommen wäre. Ein wenig enttäuschend, nachdem ich die Cassia & Ky Trilogie verschlungen hatte.

Trotzdem kann man das Buch wirklich nicht als schlecht bezeichnen. Condie’s Idee von dem Leben unter der Wasserkuppel ist interessant und sehr schön in Szene gesetzt. Die Charaktere sind facettenreich und nicht direkt durchschaubar. Dabei hätten die Protganisten noch etwas weiter ausgebaut werden können. Bay ist zum Beispiel maßgebliche Motivation für Rios Handeln, doch lernt man sie erst am Ende ein wenig kennen. Auch hätte ich mir etwas mehr Interaktion zwischen Rio und True sowie Rio und Maire gewünscht. Doch da Rio und Maire von Natur aus eher distanziert sind, ist es schwierig hier schnell eine Beziehung zu entwickeln. Sie beide sind Alleingänger und wollen keine Hilfe von anderen annehmen. Was True an den Rand des Geschehens schiebt, obwohl er durchaus ein sympathischer Charakter ist. Die Liebe zwischen Rio und ihm entwickelt sich nicht, sie ist ganz plötzlich da ohne emotionales Zutun seitens Rio.
Wenn Rio und Bay mehr miteinander kommuniziert hätten, wäre ihnen die ganze aussichtslose Situation vielleicht einfach erspart geblieben.

Insgesamt hat mir die Idee und die Grundstimmung gut gefallen. Atlantia wird sehr gut beschrieben, was einem dem Eintritt in die Unterwasserwelt sehr einfach macht. Der Spannungsbogen und die Entwicklung der Charaktere und ihren Beziehungen hätte aber besser ausgearbeitet werden können.

3 von 5 Sternen.

 

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