Blyde River Canyon

Den Grand Canyon kennt jeder. Vom Blyde River Canyon hatte ich überhaupt nichts gehört, bis ich mich eingehender mit Südafrika beschäftigte – obwohl es der größte, grüne Canyon und der drittgrößte Canyon der Welt ist!

Grüner Canyon?, fragt ihr euch? Er besteht aus rotem Sandstein, ist aber bewachsen und daher pflanzengrün! Er liegt an der Panoramaroute nordöstlich von Johannesburg, erstreckt sich über eine Länge von 28km und ist bist zu 800 Metern tief. Die Panoramaroute verbindet ganz unterschiedliche Landschaftsformen, Felsformationen, Schluchten, Wasserfälle und Aussichtspunkte.

Mein Freund und ich entschieden uns für eine kleine Bungalowanlage in Graskop, einem kleinen Städtchen am südlichen Zipfel des Canyons und guter Ausgangspunkt für Ausflüge entlang der Panoramaroute und in den Krüger Nationalpark:

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The Pinnacle
(R20/Person)

Wir starten auf der R532 nach Norden. Der Pinnacle Rock ist eine gigantische Felsformation (ca. 30m) vor dem Panorama der Tiefebene. Schön anzuschauen, besonders während des Sonnenaufgangs, aber ein kurzer Besuch reicht vollkommen aus, weshalb wir schnell weiterfuhren zum nächsten Halt:

 

God’s Window
(R20/Person)

Hier gab es bereits ein wenig mehr zu sehen als noch zuvor am Pinnacle. Ich empfehle, nach oben zu dem Aussichtspunkt zu laufen. Die Stufen sind leicht zu erklimmen und der ganze Bereich ist schön angelegt mit Büschen und Blumen. Während es weiter unten vor Touristen wimmelte, waren wir hier oben ganz für uns.
Im Anschluss hielten wir kurz bei den Berlin Falls – ein kleines bisschen Berlin in Afrika? Das muss man sich doch anschauen! Aber zugegebenermaßen war der Wasserfall nicht allzu spektakulär. In der Region gibt es allerdings noch einige weitere Wasserfälle, bei denen sich ein Besuch durchaus lohnen könnte!

 

Bourkes Luck Pottholes
& Bush Kitchen

Bourke’s Luck Pottholes, kuriose, durch Strudel entstandene, Gesteinsformationen, ließen wir – Schande über unser Haupt – tatsächlich aus, weil wir es zum Mittagessen noch in die Bush Kitchen „Pottluck Boskombuis“ schaffen wollten, ein Restaurant im Freien ohne Strom oder fließendes Wasser. Die Location ist wirklich einmalig, an einem seichten Fluss gelegen, an dem man hervorragend entlangspazieren – oder sogar eine waschechte Wanderung starten – kann. Das Essen ließ allerdings ein wenig zu wünschen übrig.

 

The Three Rondavels
(R30/Person)

Die Three Rondavels sehen aus wie drei der gleichnamigen runden, afrikanischen Hütten und verleihen dem Canyon Wiedererkennungswert. Die meisten Touristen halten einfach am Aussichtspunkt „The World’s End“ und genießen den Blick über die atemberaubende Kulisse. Das ist bereits toll, da sich der Menschenandrang sehr schön verteilt und man mit ein paar Schritten weg vom Geschehen fast alleine fühlt. Die wenigsten wissen, dass im Forever Resort Blyde Canyon wunderschöne Wanderwege liegen, die unterschiedlich lang und schwer zu begehen sind. Nicht-Gäste zahlen einen kleinen Eintritt, der sich aber lohnt!

 

Graskop Gorge Lift (R20/Person)
& die Big Swing-Riesenschaukel (R350/Person oder R600/Tandem)

Zurück in Graskop schauten wir uns auch hier etwas genauer um. Besonders beeindruckend fanden wir den Gorge Glaslift, der 60m in eine dschungelähnliche Schlucht hinabführt. Die Fauna und Flora ist wundervoll, der Wasserfall von unten viel faszinierender als von oben. Leider darf man hier nicht schwimmen, aber trotzdem war es einfach nur schön, dem 600m langen Pfad durch die Schlucht und über Hängebrücken zu folgen.
Für die Adrenalinjunkies unter euch, gibt es gegenüber des Lifts (auf der Seite mit dem Wasserfall) eine Riesenschaukel. Wir waren die einzigen hier. Erst ca 30 Minuten später hörten wir das freudige Kreischen des nächsten Wagemutigen.

 

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Kowyn Pass

Hazyview hat freizeitlich etwas mehr zu bieten als Graskop. So kann man hier River raften, tuben (für den White Water Tubing-Beitrag hier klicken), Quad- oder Motorradfahren, und vieles mehr. Auch der Weg von Graskop nach Hazyview fährt sich schön, von einigen Schlaglöchern in der Straße mal abgesehen. Der Kowyn Pass ist Teil der Panoramaroute und besticht eben damit: einem schönen Panorama und beeindruckenden Tunnelpassagen.

 

Wer hat jetzt noch Lust auf Südafrika? 🙂

 

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