Summer, Halo // Aschenkindel: Das wahre Märchen

Gewinner des Kindle Storyteller Awards 2016
Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 3019 KB
Seitenzahl der Hardcopy: 262 Seiten
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch

Kostenfrei downloadbar mit Prime Reading

 

Klappentext:

„Du bist schon ein komisches Mädchen“, sagt meine gute Fee. „Jedes andere Mädchen in deiner Situation wäre überglücklich, auf so einen Ball gehen zu dürfen. Noch dazu auf einen, bei dem es sich in einen Prinzen verlieben und damit seinem Elend entkommen könnte!“ Tja, wo sie recht hat, hat sie recht. Ich bin ein komisches Mädchen. Und ich habe fest vor, eins zu bleiben!

Claerie Farnflee wurde vom Schicksal nicht gerade verwöhnt. Erst starb ihr Vater, dann folgte der gesellschaftliche Absturz und seither wird ihr das mühselige Leben in Armut von einer bösen Stiefmutter und zwei garstigen Schwestern versüßt. Ist Claerie deswegen unglücklich? Nein – jedenfalls nicht unglücklich genug, um sich jedem dahergelaufenen Prinzen an den Hals zu werfen.

So denkt sie, doch an einem düsteren Gewittertag begegnet sie im Verbotenen Wald einem Fremden und das, was sie für unmöglich gehalten hat, passiert: Ihr Schicksal nimmt eine geradezu verstörende Wendung – selbst Prinzen und Bälle spielen darin keine unbedeutende Rolle mehr …

 

Meine Meinung:

Halo Summer schreibt flüssig und mitreißend. Sie schafft mit Claerie eine Protagonistin, die keck, ein wenig ruppig, aber auch lebensbejahend, mutig und selbständig ist und in ihrem Herzen ein wenig Liebe für sogar die Allerschlimmsten findet. Claerie ist tough und cool und ein Protagonist, dem ich gerne länger gefolgt wäre.

Die Nebencharaktere sind ein wenig überspitzt, aber sehr witzig und charmant dargestellt, sodass man sich beim Lesen des „wahren Märchens“ manchmal an die Disneyanimation erinnert fühlt.
Die Stiefmutter hätte ich mir fast ein wenig fieser gewünscht. Ihre Situation weckt Mitleid beim Leser, wo eigentlich keines angebracht sein sollte. Aber hier bin ich durch meinen Lieblingsfilm „Auf immer und ewig“ mit Drew Barrymore und Anjelica Huston auch etwas vorbelastet. Anjelica Huston spielt eine fantastische böse Stiefmutter. Wenn ihr den Film nicht kennt, schaut ihn euch bitte an!

Bei jedem anderen Buch hätten mich die rasante Entwicklung der Liebesbeziehung und das sehr klischeehafte, übertriebene Ende genervt mit den Augen rollen lassen. Da es sich aber um ein Märchen handelt, finde ich das alles sehr passend. In den Märchen leben die Protagonisten schließlich auch immer „glücklich bis zum Ende ihrer Tage“.
Die Geschichte ist trotzdem ein wenig zu kurzweilig. Ein paar Höhen mehr wären sicherlich noch drin gewesen und mehr Raum zum Entfalten hätte der Geschichte sicher keinen Abbruch getan.

Insgesamt eine sehr runde, witzig-charmante Geschichte, die ich weiterempfehlen kann.
4 von 5 Sternen.

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