Reiseplanung für den Urlaub zu Zweit: Happy- oder Horrorzeit?

Hallo, ihr Lieben!

Schon seit einigen Jahren machen Tristan und ich gemeinsam Urlaub. Die Reiseplanung übernehme überwiegend ich. Das funktioniert natürlich nur unter gewissen Voraussetzungen:

  1. Reisezeit festlegen
  2. Reisebudget festlegen
  3. Reiseziel festlegen
  4. Einigung und Rücksicht bzgl. Aktivitäten/Vorlieben

 

  1. Reisezeit festlegen

Zunächst müssen wir uns auf eine Reisezeit festlegen, was meistens das schwierigste von allem ist. In den Ferien, außerhalb der Ferien, Sommer- oder Winterurlaub…
Familien mit Kindern werden vermutlich an die Ferienzeiten gebunden sein, was ein gewisses Budget voraussetzt und – mal ganz ehrlich – sehr nervig sein kann. Wer Massentourismus meiden möchte, sollte sich eher unbekannte Reiseziele aussuchen und darauf achten, ob im Zielland zu der Reisezeit ebenfalls Ferien sind. Falls nicht, fallen zumindest die einheimischen Touristen schonmal weg.
Junge Paare ohne Kinder (zu denen auch wir gehören) können meist gar keinen Urlaub innerhalb der Ferien nehmen, da die Ferienzeiten Mitarbeitern mit Familie vorbehalten sind, die die Kinderbetreuung gewährleisten müssen. Solange man keine Berufsschule besucht, sollte das kein Problem darstellen. Deshalb haben auch wir uns auf Anfang/Mitte Dezember geeinigt bevor die Weihnachtsferien starten.

 

2. Reisebudget festlegen

Das Reisebudget war für uns schnell klar: Wir wollen einen individualen, abenteuerlichen Urlaub, der im Rahmen unserer Möglichkeiten bleiben soll. Es wird der vorübergehend letzte „große“ Urlaub sein, weil wir danach anfangen wollen für Haus und Hof zu sparen. Wir wollen den Urlaub also richtig genießen, nicht jeden Penny einzeln umdrehen und doch gerne so wenig ausgeben wie möglich. Ein Widerspruch? Nein.

 

3. Reiseziel festlegen

Wir haben sehr günstige Flüge nach Hanoi ergattert mit einem 19-stündigen Aufenthalt in Peking. Ein Glück, kein Graus: Bei Transitaufenthalten erhält man ein 144-Stunden-Visum und kann den Flughafen verlassen. Wir freuen uns über diese Möglichkeit, Peking kennenzulernen und natürlich über den Preisvorteil. Lange Flüge sind also nicht notgedrungen eine Qual!
Südostasien ist außerdem sehr günstig, was Verpflegung und Unterkünfte betrifft, sofern man ein wenig spontan und abenteuerlich ist. Am besten bucht man nur ein Hotel für die erste und die letzte Nacht, sodass man einen Ort hat, an den man unmittelbar nach und vor dem Flug gehen kann, um sich ein wenig zu erholen und frisch zu machen. Ansonsten einfach aufkreuzen. Wem das zu gewagt ist, kann über Airbnb schöne Unterkünfte für einen fairen Preis bekommen. Auch Courchsurfing erfreut sich mittlerweile überall auf der Welt größerer Beliebtheit – eine Alternative, bei der man garantiert tiefere Einblicke in die Kultur erhält als bei einem reinen Hotelaufenthalt.

 

4. Einigung und Rücksicht bzgl. Aktivitäten/Vorlieben

Das Reiseziel ist aber natürlich auch immer abhängig davon, was für ein Typ Mensch man ist, welche Aktivitäten man bevorzugt und welche Vorlieben man hat. Ein begeisterter Skifahrer wird wohl kaum nach Südostasien an den Strand wollen. Doch auch wenn man sich schnell auf das Reiseziel einigt, bleiben oft gewisse Reibungspunkte: Der eine möchte gerne reinen Strandurlaub, der andere möglichst viel von Land und Leuten kennenlernen. Bei der Urlaubsplanung für Zwei ist es deshalb wichtig, nicht nur die eigenen Interessen zu verfolgen, sondern auch auf die Vorlieben und Bedürfnisse des anderen Rücksicht zu nehmen.
Für einen reinen Hotel- und Strandurlaub müssten wir nicht so weit fliegen. Mallorca oder Kroatien haben auch wunderschöne Strände. Wir wollen Land und Leute, die Kultur, die Landschaft im Landesinnern, die regionale Küche kennenlernen und zwischendurch am Strand entspannen. Ein gewisses Maß an Action und Adrenalin dürfen bei uns nicht fehlen, da meine bessere Hälfte sich schnell langweilt. Wie man den ganzen Tag am Strand liegen und ein Buch lesen kann, ist für ihn absolut unverständlich. Also am besten einen Strandabschnitt aussuchen, der mehr zu bieten hat: Vielleicht einen Leuchtturm auf einer Klippe, die man bezwingen kann, oder einen touristischen Spot mit Wassersportangeboten. So kann jeder machen, wie er gerade glücklich ist und aus dem Urlaub zu Zweit wird keine Horrorzeit.

 

Tipp:

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass auf stressige Tage mindestens genauso viele Tage Erholung folgen sollten. D.h. wenn wir 4 Tage auf Durchreise sind und vielleicht jeden Abend an einem anderen Ort übernachten, sollten darauf mindestens 3 Nächte (=4 Tage) an einem Ort folgen. Das nimmt den Stress heraus und man lernt den Ort auch besser kennen. Das bedeutet nicht, dass man in der Zeit nichts macht. Man kann Sightseeing betreiben, die Umgebung erkunden, schön essen gehen oder über Märkte schlendern, ungehetzt, da man noch einige Tage länger bleibt.

 

 

Welcher Reisetyp seid ihr?

Alleinreisender, weil man machen kann, was auch immer man möchte?
Zu Zweit-Reisende, weil man sein Glück so teilen kann?
Oder gar Gruppenreisender, denn the more the merrier?

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