Regnier, Sandra // Die dunkle Prophezeiung des Pan

Band 1: Das geheime Vermächtnis des Pan
Band 2: Die dunkle Prophezeiung des Pan
Band 3: Die verborgenen Insignien des Pan
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Carlsen (25. April 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3551313966

 

Klappentext:

Es ist wirklich nicht leicht, die Auserwählte der Elfenwelt zu sein, wie Felicity Morgan täglich feststellen muss. Statt der erwarteten Lobeshymnen steht sie jetzt plötzlich unter Mordverdacht und der Elfenkönig ist persönlich hinter ihr her. Da hilft es auch nicht wirklich, Leander FitzMor, den bestaussehendsten Typen Londons, an seiner Seite zu haben, vor allem nicht, wenn man sich seiner Absichten nie ganz sicher sein kann. Wie gut, dass Felicity ihr Herz ohnehin schon an den attraktiven Filmstar Richard Cosgrove verloren hat. Nur leider kann er ihr nicht weiterhelfen, als sie plötzlich im Versailles des achtzehnten Jahrhunderts erwacht…

 

Meine Meinung:

Der Schreibstil von Regnier ist wieder schön locker und leicht zu lesen, sehr schön geeignet für jüngere Leserinnen und Leser. Leider passte er nicht immer zur Geschichte. Menschen im 9. Jahrhundert oder damals in Versailles haben sicher anders gesprochen als wir heute. Einen anderen Dialekt, einige andere ausgewählte und für die Zeit typische Vokabeln hätte ich schön und authentisch gefunden.

Wo die Geschichte in Band 1 noch vor sich hinplätscherte, nimmt sie in Band 2 sehr an Fahrt auf. Felicity wird eines Mordes angeklagt, flieht, springt in die Vergangenheit, betritt die Anderwelt, bekommt Einblick in Avalon, wird bedroht und erpresst, macht Bekanntschaft mit Drachen und wird von der Prophezeiten der Elfen zur Prophezeiten der Drachen. Nach so viel Action und Informationsüberfluss blieb ich doch etwas ratlos zurück. Warum sucht Felicity nicht verbissener nach Lee, nachdem sie die Vision von ihm hat, in der es ihm eindeutig schlecht geht? Warum bringen die Zeitsprünge sie immer nach Versailles? Warum scheint ausnahmslos jedes männliche Wesen Felicity zu verfallen? Wo sie doch angeblich nicht weiter beeindruckend ist… Was hat es mit den Insignien des Pan auf sich? Den roten Faden kann ich leider noch immer nicht richtig erkennen. Es ist, als wüsste die Autorin selbst noch nicht, wohin die Reise geht.
Insgesamt viel scheinbar unnötiges Blabla, während die wirklich wichtigen Fragen weiterhin ungeklärt bleiben. Warum die Reihe als „Pan-Trilogie“ bezeichnet wird, ist mir bisher noch ein Rätsel.

Die Charaktere lassen einen aber ein wenig über die verwirrende Handlung hinwegsehen. Felicity und Lee sind sehr sympathisch, Ciaran mystisch und undurchschaubar und dadurch natürlich wahnsinnig interessant und die anderen Nebencharaktere weitestgehend liebenswürdig.
Die Beziehung zwischen Felicity und Lee intensiviert sich sehr plötzlich, obwohl Felicity sich ihrer Gefühle die ganze Zeit nicht sicher war. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Feingefühl und besseres Timing gewünscht.

Abgesehen davon ist Band 2 ein netter Zeitvertreib. Regnier sollte in Band 3 aber definitiv noch einen draufsetzen, damit die Reihe in Erinnerung bleibt.

Band 2 erhält 3 von 5 Sternen.

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