Dumont, Mella // Isle of Us

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3610 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 407 Seiten
Verlag: tienna. (03. August 2017)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch

 

Inhalt (Lovelybooks):

Noch einmal kehrt Falah an die Akademie der Siebensterne zurück. Dort muss sie mit ansehen, wie die Regierung ein neues Gebilde aus Lügenmärchen aufbaut. Währenddessen tobt die zweite rote Rebellion durch das Land. Falah trifft eine Entscheidung: Sie will den Menschen helfen, damit das Land endlich allen gehört und nicht nur den privilegierten Mitgliedern der Oberschicht. Doch die gewählten Politiker haben praktisch keine Macht, da eine gerissene Gruppe von Staatsministern das Land kontrolliert.
Wird Falah einen Weg finden, ihr Land zu retten? Und wer erobert ihr Herz?

 

Die Autorin über sich:

Mella Dumont lebt und arbeitet zusammen mit drei selbstbewussten Jungkatzen in der Region Trier-Luxemburg, wo sie – wenn sie nicht mit lieben Kollegen ausgedehnt telefoniert oder mit ihren Lesern auf Facebook chattet, den Charakteren ihrer Geschichten Leben einhaucht.
Neben der Siebenstern-Dystopie sind viele weitere Bücher von ihr erschienen. So zum Beispiel der Liebesroman „Herzenssache“, der Zeitreiseroman „Als die Zeit vom Himmel fiel“ und die abgeschlossene „Colors of Life“-Reihe, bestehend aus 6 Bänden.
Quelle: www.melladumont.de/about/

 

Meine Meinung:

Das Cover und der Schreibstil sind genauso schön, bzw. spannend und flüssig, wie noch in Band 1. Dass Dumont nach eigener Aussage Probleme beim Fertigstellen der Geschichte hatte, merkte ich zunächst nicht, da die Geschichte nahtlos an Band 1 anknüpft. Trotzdem bin ich mir nicht ganz im Klaren, was ich von dem Buch halten soll…

Es spielt scheinbar in dem zukünftigen Großbritannien, einer wirtschaftlich und sozial isolierten Insel. Die Technik ist allgegenwärtig und ausgereift und doch sehr realitätsnah. Es ist beeindruckend und zugleich erschreckend wie plausibel und leicht vorstellbar die Gadgets für unseren künftigen Alltag sind. Die Menschen sind egoistisch und auf ihr eigenes Wohl aus. Falah stellt mit ihrer empathischen Art einen schönen Kontrast dar. Trotzdem verstehe ich manchmal nicht, warum ihr eine so große Rolle in der Rebellion anerkannt wird. Im Endeffekt ist sie nur ein junges Mädchen, das sich nur durch ein Gewissen von anderen unterscheidet.
Marcus Stellung im Kampf gegen die Minister habe ich hingegen zu keinem Zeitpunkt hinterfragt. Generell sind die Nebencharaktere sehr schön ausgearbeitet. Sie zeichnen sich durch bestimmte Eigenschaften aus, die sie authentisch und liebenswürdig machen. Deshalb finde ich es zum Einen bedauerlich, dass die emotionalen Bindungen zwischen den Charakteren nicht eingehender betrachtet wurden – man fühlt sich teilweise überrumpelt, weil man vom Gefühlsleben der Protas nichts mitbekommt und sie deshalb scheinbar irrational handeln.
Auf der anderen Seite empfand ich es als erfrischend anders, dass Dumont den Leser nicht im Dreieicksnetz gefangen hält. Die fehlende Emotion tat der Geschichte auch nicht wirklich Abbruch. Es geht schließlich in erster Linie um das gesellschaftliche und politische System. Lediglich auf große Neuigkeiten (z.B. wer Falahs Vater ist) hätte ich mir eine etwas beherztere Reaktion gewünscht.

Eines störte mich hingegen gewaltig: Ständig schienen sich Dinge von selbst zu erledigen. Im echten Leben kommt sowas zwar auch ständig vor, aber ich fand es schade, dass die Problematiken einfach so schnell abgehandelt wurden.
So z.B. die plötzliche Rückkehr von Robert und Maurice (wie konnte man beweisen, dass sie unschuldig sind?) oder dass „unser Divisionsführer die ganze Nacht lang nach dem Leck gesucht [hat]. Und er hat es gefunden.“ (Kapitel 16) Natürlich gibt es ein Problem, jemand sucht nach der Lösung und findet sie auch mir-nichts-dir-nichts.
Witzig fand ich deshalb Falahs Gedanken in Kapitel 19: „Die Erkenntnis haut mich um. Besteht mein Leben nur aus Zufällen?“

 

Isle of Us
Band 3 hatte einige Schwächen und bekommt deshalb 3 von 5 Sternen.

Bei der Siebenstern-Dystopie handelt es sich dennoch um eine sehr lesenswerte Geschichte. Deshalb kommt sie auf insgesamt 4 von 5 Sternen.

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