Watt, Erin // Paper Paradise: Die Sehnsucht

 

Format: Kindle Edition
Seitenanzahl der Print-Version: 368 Seiten
Verlag: Piper ebooks (01. Juni 2018)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Cracked Kingdom
Aus dem Englischen von: Franzi Berg
ISBN: 978-3492061179

Band 1: Paper Princess: Die Versuchung
Band 2: Paper Prince: Das Verlangen
Band 3: Paper Palace: Die Verführung
Band 4: Paper Passion: Das Begehren
Band 5: Paper Paradise: Die Sehnsucht

 

Klappentext:

Seit Hartley den attraktiven, reichen und wilden Easton Royal kennengelernt hat, ist in ihrem Leben nichts mehr, wie es war. Sie schwebt auf Wolke sieben – doch an jeder Ecke lauern neidische Feinde. Als der schreckliche Unfall geschieht, bei dem Eastons Bruder lebensgefährlich verletzt wird, stellt das ihre neue Liebe auf eine harte Probe. Und als Hartley infolge des Unfalls auch noch ihr Gedächtnis verliert, kann sie niemandem mehr vertrauen. Sie spürt zwar die starke Anziehungskraft, die von dem sexy Royal mit den strahlend blauen Augen ausgeht, doch kann sie sich wirklich auf den wilden, unbändigen Easton verlassen und sich ein zweites Mal in ihn verlieben

 

Meine Meinung (enthält Spoiler):

Das Buch knüpft direkt nach dem fiesen Cliffhanger von Band 4 an. Obwohl Hartleys Amnesie interessant ist, empfinde ich sie als vollkommen überflüssig für diese Geschichte. Zwischen Easton und ihr stehen noch so viele Hindernisse und Herausforderungen, die zu klären bereits ein komplettes Buch füllen könnten. Ich hatte den Eindruck, dass die Autorinnen keinen Ausweg aus Eastons und Hartleys „Freundschaft“ finden konnten. Hartley ist ein sehr überlegtes Mädchen, die keine Entscheidungen aus einem Impuls heraus trifft. Sie wäre Easton gegenüber nicht einfach schwach geworden, solange ihre familiäre Situation unverändert bleibt. Durch die Amnesie muss Hartley sich vielen zusätzlichen Herausforderungen stellen, von denen ich einige sehr überspitzt fand. Das Bullying an der Schule durch bisher nie genannte Mitschüler war einfach zu viel. Die Kantinenszene erinnerte zu stark an Ellas Geschichte.
Aber die Autorinnen geben Hartley so auch die Chance, sich neu in Easton zu verlieben und mehr zu sein als nur eine Freundin. Es hätte an ihm sein müssen, Hartley darüber zu informieren, dass sie bisher keine Beziehung mit ihm wollte. Das ist das Einzige, das seine Person in meinen Augen etwas abwertet.
Abgesehen davon liebe ich Easton sehr. Er bleibt sich treu und ist ehrlich zu Hartley. Er kümmert sich rührend um sie, unterstützt sie und ist immer für sie da. Er wächst über sich hinaus und wird endlich erwachsen. Er ist ihre Sonne – sehr passend, weil ich ihn in meiner ersten Rezension bereits als „Sonnenschein“ bezeichnete. Sie folgt ihrem Bauchgefühl und findet trotz ihrer Amnesie wieder zu ihm. Die Protagonisten waren sehr sympathisch, ich konnte in diesem Band mehr mit ihnen mitfiebern.
Sicher lag das auch an den neu hinzugekommenen Kapiteln aus Hartleys Sicht. Sie stellten durchaus eine Bereicherung dar. Leider rückte mir Easton dadurch stellenweise zu viel in den Hintergrund. Insbesondere das Kapitel in dem sie endlich miteinander schlafen, hätte ich gerne aus seiner Perspektive erlebt. Wartete er (für seine Verhältnisse) doch so lange darauf!

Das Ende war für mich dann ziemlich enttäuschend, da einfach too much auf allen Ebenen!
Steve nahm in der kompletten Geschichte um Easton und Hartley nur eine Nebenrolle ein, ist am Ende aber Schlüsselfigur. Hartleys Eltern fand ich zwar immer unmöglich, am Ende verhalten sie sich aber einfach zu absurd, um authentisch zu sein.
Das (zu) große Drama endet in einem kitschigen, weiß-glitzernden, tränenreichen Happyend, das nichts mit Eastons und Hartleys Geschichte zu tun hat. Es ist, als hätten die Autorinnen Ella und Reed unbedingt noch in ihre Geschichte einbeziehen wollen, obwohl sie in Band 4 und 5 bisher eher unwichtig waren. Für mich war das alles zu sehr Telenovela, die Wohnsituation am Ende zu sehr Komune und generell einfach zu viel des Guten.

Obwohl der Schreibstil angenehm leicht und flüssig war, ich die Protagonisten mochte und es in keinster Weise bereue, das Buch gelesen zu haben, kann ich aufgrund meiner Kritik leider nur 3 von 5 Sternen vergeben.
Bitte lyncht mich nicht.
paper paradise

 

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