Watt, Erin // Paper Passion: Das Begehren

 

Broschiert: 352 Seiten
Verlag: Piper Paperback (2. November 2017)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Fallen Heir
Aus dem Englischen von: Franzi Berg
ISBN: 978-3492061162

Band 1: Paper Princess: Die Versuchung
Band 2: Paper Prince: Das Verlangen
Band 3: Paper Palace: Die Verführung
Band 4: Paper Passion: Das Begehren
Band 5: Paper Paradise: Die Sehnsucht

 

Klappentext:

WILD, WILDER, EASTON ROYAL
Der drittälteste der fünf Royal-Söhne ist reich, intelligent und sieht umwerfend gut aus. Eastons Ziel im Leben ist es, so viel Spaß zu haben wie möglich. Konsequenzen sind ihm egal, er ist immer auf der Suche nach dem nächsten Kick. Dann taucht Hartley an der Aston-Park-Highschool auf und macht etwas, was sich bisher noch niemand getraut hat: Als Easton sie anflirtet, weist sie ihn ab – obwohl es heftig zwischen den beiden knistert. Eastons Jagdinstinkt ist geweckt. Doch geht es hier wirklich nuru m sein Ego, oder öffnet der stürmischste der Royal-Brüder tatsächlich sein Herz?

 

Über Erin Watt’s Paper-Reihe:

Erin Watt ist das Pseudonym der Bestseller-Autorinnen Elle Kennedy und Jen Frederick, die die Reihe gemeinsam geschrieben haben. Während die Bände 1 bis 3 von Reed, dem zweitältesten Royal, und seiner auserkorenen Ella handeln, geht Watt in Band 4 und 5 auf das Gefühlsleben des mittleren und chaotischsten Royal-Bruders, Easton, ein. Außerdem ist ein sechstes Buch namens Paper Party: Die Leidenschaft erschienen, das als Band 3,5 verkauft wird und sich mit dem ältesten Royal, Gideon, beschäftigt.

 

Meine Meinung (enthält Spoiler):

In meiner Rezension zu Band 1 schrieb ich über Easton:
„Easton ähnelt ihm in dieser Hinsicht sehr, aber Easton ist ironischerweise etwas tiefgründiger. Er trifft dumme Entscheidungen, die wegen seiner schweren Kindheit aber nachvollziehbar sind, und ist gleichzeitig ein Sonnenschein, dem man nicht wirklich böse sein kann. Sobald die Autoren ihn in die Geschichte miteinbeziehen, geht mir das Herz auf, weil einfach mehr in ihm zu stecken scheint, als man anfangs erwartet.“

Deshalb habe ich Band 4 sehr gerne gelesen. Man bekommt einen tieferen Einblick in Eastons Leben. Er ist sehr albern und scheint unreif, weil er seine wahren Emotionen hinter einer gut verteidigten Mauer aus Scherz, Alkohol und Arroganz versteckt. Tatsächlich ist es so, wie oben beschrieben. Er trifft falsche Entscheidungen, bringt einen zum Augenrollen und doch kann man ihm nicht lange böse sein. Er verhält sich seinem Alter angemessen. So, wie man es von einem reichen 18-Jährigen erwarten würde, der sich langweilt. Das Thema Sucht nimmt in diesem Buch eine etwas zentralere Rolle ein. Zum Einen, weil Easton selbst anfällig dafür ist, zum anderen weil er sich selbst die Schuld am Tod seiner Mutter gibt, die an einer Überdosis seiner Tabletten starb.
Außerdem liegt der Fokus in dieser Geschichte auf Freundschaft, familiären Erwartungen und unerwiderter Liebe. Easton, umgeben von unzähligen Menschen, die alle seine Gunst genießen wollen, erkennt erst durch Hartley, dass er eigentlich sehr einsam ist und was Freundschaft wirklich bedeutet. Zueinanderstehen, für den anderen da sein, zurückstecken – etwas, das ihm bis jetzt komplett fremd war.
Es gibt kaum erotische Szenen, die ich in der Rezension zu Band 1 noch als „gezwungen und unnatürlich“ bezeichnete, weil Ella und Reed dauergeil zu sein schienen. Entschuldigt die Wortwahl… Die wenigen romantischen Szenen wirken in Band 4 viel echter.

Leider kann ich die Problematik um Hartleys Familie noch immer nicht ganz nachvollziehen. Ich finde, hier hätten die Autorinnen einen plausibleren, authentischeren, mitreißenderen Hintergrund schaffen können. Oder sie hätten die Geschichte um Hartleys Distanz zur Familie viel emotionaler darstellen müssen, um etwas in mir auszulösen.

Hartley war mir meistens sympathisch. Leider nicht immer. Dass sie sich Easton gegenüber so wahnsinnig verschließt, ist mir ein Rätsel. In den Momenten litt ich wirklich mit Easton, der ihr einfach nur nahe sein und für sie da sein möchte. Außerdem störte es mich immer wieder massiv, dass sie ihn für Dinge verantwortlich macht, die er nicht kontrollieren kann. Sie denkt, seine Gesellschaft sei unheilvoll. Warum schließt sie dann überhaupt Freundschaft mit ihm??

 

Fazit:

Das Buch war wieder eine nette Unterhaltung und eine Steigerung zu der Geschichte über Reed. Allerdings waren die Charaktere zeitweise wieder zu oberflächlich. Nach 4 Büchern hätte ich mir mehr emotionales Mitfiebern gewünscht.
Trotzdem werde ich den Folgeband lesen. Nach dem fiesen Cliffhanger am Ende muss ich doch wissen, wie es mit East und Har-Har weitergeht.

3,5 von 5 Sternen.

paper passion

 

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