Addo Elephant Park: Selbstfahrer-Experience

Hallo, ihr lieben mehr oder minder Südafrika-Begeisterten!

Zuletzt erzählte ich euch von unserem Aufenthalt im Tsitsikamma Nationalpark, der von Wanderungen und Outdoor-Aktivitäten geprägt war.
Als nächstes ging es weiter Richtung Osten bis zum Addo Elephant Nationalpark, etwa 70km nordöstlich von Port Elizabeth. Er ist der zweitgrößte nach dem Kruger Nationalpark und mit 1640km^2 der größte Nationalpark am Ostkap.

Er wurde 1931 zum Schutz der letzten 11 lebenden Elefanten in der Region gegründet. Heute zählt der Park wieder weit mehr als 600 Elefanten. Die Tiere bewegen sich in kleinen Herden und haben viele Jungtiere bei sich. Super schön anzuschauen! Einige der Elefantendamen haben keine Stoßzähne. Das liegt nicht etwa an Wilderern, sondern an genetischer Überzüchtung. Der Bestand an Elefantenbullen war irgendwann relativ gering, sodass der Genpool zu klein wurde. Als man das Problem erkannte, steuerte der Kruger Nationalpark einige Elefantenbullen bei, um den Genpool aufzufrischen. Seitdem wurden wieder Elefanten mit Stoßzähnen geboren.

Bei nur 6 Löwen im Park sind die Elefanten wie auch die zahllosen Elenantilopen, Zebras, Kudus, Buschböcke, Warzenschweine & Co. relativ sicher.
Als die Verantwortlichen des Parks beschlossen, Löwen anzusiedeln, holte man 10 Löwen auf das Gelände, was zur Folge hatte, dass sich der Elenantilopenbestand drastisch reduzierte. Daraufhin wurden 4 der Tiere an andere Parks abgegeben. Die Elenantilopen haben sich seitdem eindeutig erholt. Man sieht sie überall im Park. Fun Fact: Die Elenantilopen können bis zu 2,5m hoch springen und gehen deshalb im Park aus und ein, wie es ihnen beliebt. Die Zäune stellen für sie keine Hindernisse dar.

Um Löwen oder Leoparden zu sehen, braucht man ein wenig mehr Glück oder man wirft morgens einen Blick auf das „Spotted“-Bulletin neben dem Restaurant im Main Camp.
So kann man gezielt nach einem der drei Grüppchen von Löwen Ausschau halten. 3 Löwendamen reisen zusammen, 2 Herren sind unzertrennlich und eine Löwin bevorzugt die Einsamkeit. Kann ich ihr kaum verübeln. Wir haben das 3er-Gespann am Nachmittag beim Faulenzen gefunden. Eine Löwin lag scheinbar halb auf einer anderen und trat mit ihren Hinterläufen nach ihr. Ganz schön lästig… 🙂

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Wir waren 3 Tage im Park, haben uns für die Selbstfahrer-Option und eine Nachtsafari entschieden. Eigentlich hätte ich gerne an einem Reitausflug teilgenommen, aber das Wetter war zu durchwachsen. Bei der Nachtsafari haben wir zugegebenermaßen nicht allzu viele Tiere gesehen, aber unser Guide war sympathisch und voller Elan und konnte uns viele neue und interessante Fakten näherbringen. Die Selbstfahrer-Touren waren trotzdem die angenehmsten. Mit Getränken und Snacks fuhren wir den ganzen Tag durch den Park auf den Spuren der Parkbewohner und pausierten an den ausgewiesenen Aussichtspunkten, wo man das Auto „auf eigene Gefahr“ verlassen darf.

 

Besonders beeindruckt haben mich lustigerweise die Mistkäfer. Der Dung Beetle ist geschützt und hat deshalb im Park immer Vorfahrt. Tristan fuhr bei unserer Selbstfahrertour also in Schlangenlinien die Straße entlang, um jedem kleinen, fleißigen Käferchen und jeder Mistkugel auszuweichen. Teilweise rollten sie riesige Kugeln vor sich her und lieferten sich ausgewachsene Kämpfe darum.

Aber auch auf andere Straßenüberquerer muss man aufpassen: Schnecken, Schildkröten und 1000-Füßler gehören zu den langsameren Exemplaren. Gelegentlich rennt ein Warzenschwein über die Straße, ein Kudu springt aus dem Busch oder man wird von grummeligen Wasserbüffeln aufgehalten. Bei maximal 40km/h im gesamten Park ist das aber kein großer Verlust.

Die Parkregeln und viele weitere interessante Infos zu Flora und Fauna, Freizeitaktivitäten, Unterkünften und Preisen bekommt ihr auf der offiziellen SANPArks-Seite: KLICK.

Wir waren in 3 verschiedenen Camps innerhalb des Parks untergebracht. Ein Beitrag zu den Unterkünften im Addo Elephant Park mit unseren Empfehlungen folgt. Also bleibt dran! 🙂

 

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