Phnom Krom

Am Abend bitten wir einen TukTuk-Fahrer uns zu dem 12km entfernten Berg Phnom Krom zu bringen ($7), auf dem man laut Reiseführer die schönsten Sonnenuntergänge genießen kann. Wir brauchen etwa 15 – 20 Minuten bis zum Gipfel, auf dem ein Tempel aus dem 10. Jahrhundert thront.

Offiziell ist ein Angkor-Ticket notwendig, kontrolliert werden wir hier aber nicht. Wir versuchen den Tonle Sap See im Süden auszumachen, aber das Wasser ist durch die lange Trockenzeit so weit zurückgegangen, dass nur noch ein schmaler Streifen Wasser am Horizont erkennbar ist. Schade… Und doch lohnt sich der Besuch. Zwar trudeln kurz vor Sonnenuntergang noch einige andere Besucher ein, aber es ist wirklich nicht sehr überladen und der Sonnenuntergang sieht wirklich schön aus von hier oben.Als wir ankommen, ist außer einigen einheimischen Kindern niemand dort. Die Kinder springen in den Bäumen herum und reißen die Blätter und Blüten ab, aus denen sie später Suppe kochen… Denke ich. Ihr Englisch ist gerade gut genug, um uns zu bedeuten, dass sie die Blätter essen. Ich stecke mir einige in die Tasche, um den TukTuk-Fahrer später danach zu fragen, der am Fuß des Berges auf uns wartet.

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Nachdem die Sonne dann verschwunden ist, steigen wir den Berg wieder hinab und in unser TukTuk ein. Der Fahrer erklärt mir, dass die Blätter, die die Kinder gesammelt haben, einen von Malaria heilen. Und ich habe mir vorab teure Prophylaxe in der Apotheke gekauft… Aber als ich eines der Blätter probiere und fürchterlich das Gesicht verziehen muss, weil ich noch nie in meinem Leben etwas so Bitteres gegessen habe, zweifle ich ein wenig. Muss etwas so Bitteres nicht giftig sein? Oder sollte ich meine Medizin zukünftig wie Mary Poppins mit einem Löffelchen voll Zucker versüßen?

Der Fahrer setzt uns am Nachtmarkt ab, wo wir den Abend bei leckerem Essen ausklingen lassen. Wir beobachten das rege Treiben – Roller, die kreuz und quer fahren; Dampfwolken, die aus den Kochtöpfen der Garküchen am Straßenrand aufsteigen; TukTuk-Fahrer, die immer bereitstehen, um einen gemütlich nach Hause zu bringen; einige Touristen, die erschöpft sind von den Strapazen des Tages; andere Touristen, für die der Abend gerade erst beginnt… Wir schaffen es gerade noch zu zahlen und uns Fahrräder für den nächsten Tag zu besorgen bevor uns die Augen zu fallen und Siem Reap ohne uns ins Night Life startet.

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