Ward, J.R. // Bourbon Kings

Broschiert: 528 Seiten
Verlag: LYX (3. Januar 2017)
Originaltitel: The Bourbon Kings
Aus dem Englischen von: Marion Herbert und Katrin Kremmler
ISBN: 978-3736303225

 

Klappentext:

Seit Generationen geben die Bradfords in Kentucky den Ton an. Der Handel mit Bourbon hat der Familie großen Reichtum und hohes Ansehen eingebracht. Doch als Tulane, der verlorene Sohn und Erbe des Imperiums, nach zwei Jahren des selbstauferlegten Exils auf das Familienanwesen nach Easterly zurückkehrt, droht die glänzende Fassade zu zerbrechen. Geplatzte Träume und die unerfüllte Liebe zu der Angestellten Lizzie King hatten ihn damals in die Flucht getrieben. Jetzt ist Lane wieder da – und mit ihm die Vergangenheit. Seine Rückkehr wird an niemandem spurlos vorübergehen: nicht an Lizzie, die ihr Herz um jeden Preis schützen will, nicht an Lanes schöner und eiskalter Ehefrau oder seinem älteren Bruder, dessen Zorn und Verbitterung keine Grenzen kennen. Und schon gar nicht an dem strengen Bradford-Patriarchen, einem Mann mit wenig Moral, noch weniger Skrupeln und vielen dunklen Geheimnissen. Während die Spannungen in der Familie wachsen, wird klar, dass sich das Leben auf Easterly für immer verändern wird…

 

34594120_10214094472613560_7702074120732672000_nKurze Inhaltsangabe:

Familie Bradford und das Leben auf Easterly könnte verrückter eigentlich nicht sein: Der Hausherr ist ein Tyrann, der seiner Familie und den Angestellten das Leben schwer macht, seine Frau flüchtet sich in ein von Drogen erzeugtes Delirium, der älteste Sohn Edward ist nach seiner Entführung verkrüppelt, verbittert und alkoholsüchtig, Lane schlägt sich mit seiner zukünftigen Exfrau herum, die nicht daran denkt jemals auszuziehen, der jüngere Sohn Max ist spurlos verschwunden, die einzige Tochter Gin soll zwangsverheiratet werden, Miss Aurora, die Ziehmutter, leidet an Krebs, die Buchhalterin begeht Selbstmord und um dem ganzen noch ein Krönchen aufzusetzen, muss das jährliche Derby geplant und eine gute Show inszeniert werden.

 

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist leicht und flüssig, die Geschichte aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Wie ein Puzzle fügt sich so nach und nach alles zu einem großen Ganzen zusammen. Anfangs tat ich mir mit dieser Schreibweise allerdings etwas schwer. Zum Einen hatte ich den Eindruck, ich hätte viel verpasst. Es schien, als wäre ich bei Band 2 eingestiegen – doch eigentlich sollte mich das nicht überraschen. Die Protagonisten sind zur erfrischenden Abwechslung mal keine Jugendlichen, sondern Ü30er, die eben eine mehr oder minder verzwickte Vergangenheit haben, über die man im Laufe des Buches mehr und mehr erfährt.
Zum Anderen wirken die einzelnen Handlungsstränge wie mehrere parallel laufende Geschichten, von denen keine so richtig ausgebaut wird. Bei über 500 Seiten Lesespaß hätte ich mir ein wenig mehr Handlung und vielleicht die ein oder andere Intrige weniger gewünscht, um wirklich mit den Protagonisten mitfiebern zu können. Das Ganze Hin und Her zwischen Lane und Lizzie war zum Beispiel unnötig. Die Geschichte hätte auch ohne ihre Vorgeschichte gut funktioniert und wäre dann vielleicht etwas weniger selbstmitleidig geworden. Ansonsten fand ich alle Charaktere sehr lebensecht und gut entwickelt! Selbst die kleinsten Nebencharaktere kaufte ich Ward ohne zu zögern ab. Jeder Charakter hat etwas Interessantes an sich, über das man mehr erfahren möchte, unabhängig davon, ob er einem sympathisch ist oder nicht.

Thematisch war alles dabei, was man sich von einer Seifenoper erhoffen könnte:
Drogen, Alkohol, falsche Anzeigen bei der Polizei, Teenagerschwangerschaften mit verschwiegenen Vaterschaften, Schwangerschaften mit unklaren Babydaddies, jede Menge Hass und Liebe, dazu erzwungene Ehen, erzwungener Sex, Ehebruch und versuchter Kindsmord sowie Abtreibungen, Aufopferung, Gewalt, Selbstmord und Mord.

Whewww, das muss man erstmal verarbeiten.

 

Während ich bei Abbi Glines‘ Rush of Love – Verführt die Tatsache anprangerte, dass die Protagonisten ungeschützten Sex haben und dies ein absolut furchtbares Vorbild für junge Leser ist, stört es mich bei diesem Buch nicht allzu sehr. Denn ich schätze das Leserpublikum wesentlich älter (und hoffentlich weiser) ein als bei den üblichen New Adult-Stories. Auch die Protagonisten sind hier viel älter und treffen ihre eigenen Entscheidungen. Trotzdem merkwürdig, dass es nicht noch mehr Bradford-Kinder und -kindeskinder gibt. Aber wer weiß, vielleicht wartet Band 2 ja genau damit auf!

 

Der Auftakt der Trilogie bekommt von mir glatte 4 von 5 Sternen. Er konnte mich nicht vollends mitreißen. Stattdessen musste ich in die Geschichte hineinwachsen. Letztendlich konnte das Buch mich aber überzeugen.

 

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