Karwendelgebirge

Hey, ihr Lieben!

Bitte, bitte schaut euch das Karwendelgebirge etwas näher an! Wir sind selbst mit der Karwendelbahn hinaufgefahren (€17 pro Person für eine Strecke, €27 für Hin- und Rückfahrt) und beschlossen hinab zu laufen.
Aber eines nach dem anderen: Wir fuhren also mit der Seilbahn hinauf und waren wirklich entsetzt, wie viele Menschen sie in eine Gondel quetschen. Ich hatte die ganze Zeit den Zopf des blonden Mädchens vor mir im Gesicht und den Ellbogen eines Kerls im Nacken und beide konnten sie dafür nichts. Wir waren einfach zusammengedrückt wie die Sardinen in den Büchse…
Aber als wir es endlich nach oben geschafft hatten, wurden wir mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Zuerst folgten wir dem H-Pfad weiter bergauf bis zu einem Aussichtspunkt, von dem aus der schwarze Bergrückenpfad startet. Wir knipsten einige Bilder und gingen dann den H-Pfad weiter entlang, passierten die Grenze zwischen Bayern und Tirol, und zurück zu dem Bergrestaurant.

Nach einer kleinen Erfrischung (Weißwurst mit Brezeln 21740002_10212016375342427_1684535490317045130_nund Bier – Prost!), ging es dann endgültig an den Abstieg. Angefangen bei einem 400 Meter Tunnel, der zu dem Beginn des Dammkarpfades führte, dem einzigen Weg, für den man keine Kletterausrüstung brauchte.
Der Pfad war ein Zwischending aus Wanderweg und Klettersteig. Wir kraxelten mehr bergab, als dass wir wanderten, aber wir hatten sehr viel Spaß dabei! Wortwörtlich JEDER, der uns begegnete, warnte uns vor einem Abstieg ohne Wanderschuhe. Außer einem Typen in etwa unserem Alter, der versprach, wir würden uns schlimmstenfalls ein paar Knochen brechen. Zu dem Zeitpunkt dachten wir noch, er würde spaßen… Tat er nicht! Der Abstieg dieses „Wanderwegs“ machte riesigen Spaß, hatte es aber wirklich in sich. Zumindest für diejenigen, wie wir, die nicht regelmäßig wandern gehen. Der Boden war weniger Weg als Geröll, das es schwer machte, einen Fuß vor den anderen zu setzen ohne zu stolpern oder wegzurutschen, die Sonne schien heiß und zunächst waren nirgends Bäume in Sicht, die einem ein wenig Schatten hätten spenden können.

 

Wir brauchten etwa 2 Stunden bis zur Dammkarhütte, wo wir uns kalte Getränke und eine kurze Pause gönnten. Die Hütte verfügt scheinbar über keinerlei fließendes Wasser – wie sollte es auch dorthin kommen, mitten ins Nirgendwo?! So, besuchten wir alle nochmal die Plumpsis (hey, besser als nichts!) und dann ging es auch schon weiter.
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Aussicht Richtung Berg von der Dammkarhütte

Nach ungefähr einer weiteren Stunde Abstieg über trockenes Geröll, mittlerweile aber durch kleine Wäldchen, begann der geteerte Wanderweg. Dieser war einfacher zu gehen, aber auch bei Weitem nicht so spaßig! Nach insgesamt 4 Stunden erreichten wir stolz wie bolle den Parkplatz der Seilbahn, auf dem unser Auto wartete.
Kleiner Shoutout zu all denen, die prophezeiten, wir würden sterben: Der Helikopter, der gegen Nachmittag um den Berg herumflog war NICHT wegen uns da! Ich hoffe trotzdem, dass nichts Ernstes passiert ist…
Wir hielten im Ort noch auf ein Eis, schauten uns den Berg an, den wir gerade herabgestiegen waren und erinnerten uns, dass wir eigentlich nicht den Berg, sondern uns selbst, bezwungen hatten. Eine mentale High Five an uns alle!
…später am selben Tag, und vor allem in den zwei darauffolgenden Tagen, durften wir dann lernen, was richtig übler Muskelkater heißt! Autsch… Aber es war das Ganze SOWAS von Wert!!
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2 Antworten zu Karwendelgebirge

  1. Frau Curly schreibt:

    Wow vier Stunden bergab, meine Knie hätten wahrscheinlich ihre Dienste versagt.
    Respekt.
    Die Aussicht ist wirklich klasse. So ein Felsmassiv, das da vor einem liegt.
    Ich vom platten Land finde das immer sehr faszinierend.

    Gefällt 1 Person

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