Wandern in der Leutaschklamm

Ich habe eine Therapeutin. Ihr Name ist Natur.

Mittlerweile solltet ihr wissen, dass ich die Natur liebe. Naja, genau genommen ist es eine Hassliebe, weil ich mich mit den in ihr herumkeuchenden und -fleuchenden Kreaturen leider noch nicht anfreunden konnte. Aber wenn es zu blöden Ausreden wegen des Wetters kommt (und darin sind wir Deutschen echt gut! „Es ist zu heiß“, „es ist zu kalt“, „es regnet doch“), vertrete ich eine eindeutige Meinung: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!

Deshalb ließen meine besten Freunde Vany und Mike, mein Freund Tristan und ich uns auch nicht davon abbringen campen zu fahren, obwohl es einen kompletten Tag lang nur regnen sollte! Wir bauten unsere Zelte auf dem Campingplatz Isarhorn in Mittenwald direkt an der Isar auf, sammelten Holz für unser Lagerfeuer später am Abend und brachen dann gleich wieder auf zur Leutaschklamm ein paar Kilometer weiter südlich auf der anderen Seite der Grenze, die uns wärmstens empfohlen wurde.

Wir hatten wirklich Glück! Gerade als wir ankamen, verwandelte sich der Starkregen in ein leichtes Nieseln und da alle anderen Besucher sich zuvor ins Trockene gerettet hatten, waren wir in der Klamm quasi alleine. Oh, was ein Anblick! Das Wasser der Ache war kristallklar! Konnte das wirklich Österreich sein und nicht doch ein Teil der Bahamas? Ich sollte vielleicht googlen, nur um ganz sicher zu gehen…
Nein, aber ernsthaft, dieser Ort war atemberaubend. Die Bilder werden der Klamm absolut nicht gerecht!!

Die Klamm lässt sich wunderbar mit Kindern besuchen. Für Unterhaltung ist gesorgt, denn der Leutaschklammgeist liefert entlang des Pfades allerhand Informationen zur Klamm und ihrer Entstehung, dem Felsgestein und dem Fluss. So wird auch den jüngeren Besuchern nicht langweilig. Da die Steige über viele Treppen führen und über metallenen Gitterboden verfügen, um ein Zufrieren im Winter zu vermeiden, empfiehlt es sich, Kinderwagen im Auto zurückzulassen. Rollstuhlfahrer hätten hier leider auch nicht viel Spaß. Menschen mit Höhenangst sollten sich darüber bewusst sein, dass man durch den Gitterboden erkennt, wie steil und tief es bergab geht. Ich empfehle, auch keine Hunde mitzubringen, da ihr Pfoten möglicherweise durch die Löcher im Boden rutschen könnten.

Der Klammgeistweg ist 3000 Meter lang und beansprucht angeblich etwa 1,5 Stunden eurer Zeit.
Der Koboldpfad ist 1900 Meter lang und ihr sollt 1 Stunde einrechnen.
Wir sind beide Steige gegangen und waren sehr viel schneller, obwohl ich ständig angehalten habe, um Fotos zu knipsen.
Beide Steige sind absolut kostenlos! Nur für das Parken wird eine Gebühr in Höhe von €5 für ein Auto oder €15 für einen Bus erhoben.

Um zu dem Wasserfallsteig zu gelangen, der über ein hölzernes Gerüst führt gerade oberhalb des Flusses, werden euch €2 (€1 für Kinder) berechnet. Eine Kleinigkeit, oder?! Also, worauf wartet ihr??

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