Von Schlössern und Kutschen und Schwänen – Schloss Neuschwanstein

Hallo ihr Lieben!

Erstmal ein herzliches Willkommen an alle neuen Follower! Ich freue mich riesig, dass ihr jetzt auch an Bord seid!

Wie einige von euch älteren Hasen schon wissen, hatte ich Ende September eine Freundin aus Amerika zu Gast. Zwei Wochen sind definitiv nicht genug, um Deutschland und Umgebung von seiner schönsten Seite zu präsentieren! Aber wir haben das Beste daraus gemacht. Ganz besonders haben wir den kleinen Ausflug nach Süddeutschland in Erinnerung behalten: Früh morgens brachen wir auf in Richtung Füssen, um Schloss Neuschwanstein zu besuchen und damit allen Kitschkriterien gerecht zu werden. Aber der Besuch des Schlosses ist tatsächlich phenomenal.

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Eintrittskarten (€13 – freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren) erhält man im Ticket-Center am Fuß des Berges. Die Eintrittskarte gilt für eine Schlossführung zu einer bestimmten Uhrzeit. Da die Führungen sehr pünktlich beginnen und die Teilnahme bei verspäteter Ankunft nicht mehr möglich ist, sollte man sich rechtzeitig auf den Weg zum Schloss machen.
Lauffaule können Pferdekutschen zum Schloss hinauf nehmen – und keine Sorge, liebe Tierfreunde, den Tieren geht es gut! Ich habe mich mit dem Kutscher und Besitzer einiger Pferde unterhalten (insgesamt sind 75 Pferde im Einsatz) und er beruhigte mich in meiner Sorge um die Tiere. Bei den Pferden handelt es sich um Ziehpferde. Sie werden nicht geritten, sie eignen sich nicht zum Springen. Sie ziehen Kutschen – und das sieht man an ihren muskulösen Beinen. Sie sind nur wenige Stunden und je nach ihrer körperlichen Verfassung im Einsatz. Die Jüngeren werden nach und nach an ihre Tätigkeit gewöhnt, die „alten Hasen“ können an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen arbeiten, ohne dass es ihnen etwas ausmachen würde. Kleine Warnung an alle, die den Aufstieg lieber zu Fuß bestreiten: LINKS laufen, wenn sich eine Kutsche von hinten nähert. Die Pferde bleiben nicht stehen und rennen Fußgänger wenn nötig über den Haufen.

Ludwig II., geboren am 25. August 1845 in Schloss Nymphenburg und gestorben am 13. Juni 1886 im Starnberger See, war von 1864–1886 der König von Bayern und ließ Schloss Neuschwanstein errichten. Leider wurde das Schloss nie komplett beendet.
Es zeugt von seiner Liebe für klassische Musik, insbesondere Wagner, dessen Stücke er zu zentralen Themen bei der Gestaltung des Schlosses machte.
Neben dem Thronsal mit einem atemberaubenden Kronleuchter darf man auch das Schlafgemach mit einem Bett im gothischen Stil bewundern, an dem 40 Jahre geschnitzt wurde. Beeindruckend ist auch die Vielzahl an Schwänen, die sich durch das ganze Schloss ziehen. Ob als Malerei auf den Wänden oder auf den Vorhängen – man findet sie überall!
Besonders schön fand ich die Aussicht auf den Forggensee und auch auf Schloss Hohenschwangau.

Ob man nun eine nachgebaute Tropfsteinhöhle in seinem Schloss benötigt oder nicht, sollte wohl jedem Schlösslebauer selbst überlassen werden – ich fand sie wenig classy und absolut überflüssig, aber jedem das Seine!
Leider ist das Fotografieren im Innern des Schlosses untersagt, weshalb ich euch keine Bilder präsentieren kann. Aber vielleicht wagt ihr irgendwann einen eigenen Besuch!

Alle, die sich sportlich genug fühlen, können im Anschluss an die Besichtigung des Schlosses einem Pfad in die Wälder folgen und von einer Brücke aus, den Blick auf Schloss und Forggensee bewundern.

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Dadurch, dass wir das Schloss schon recht früh besichtigen, zog es uns danach zu einem späten Frühstück/frühen Mittagessen. Auf Empfehlung eines Parkwarts fuhren wir auf direktem Weg zu dem etwas versteckten Bistro Mar Y Sol – einer Art Biergarten mit allerlei Leckereien direkt am Forggensee mit Blick auf die Berge. Herrlich!

 

Weitere Informationen zum Schloss, seiner Geschichte, sowie den Öffnungszeiten und Preisen findet ihr auf der Schloss-Website.

Kontakt Mar Y Sol:
Weidachstraße 84
87629 Füssen
Tel.: 08323-802 59 31

 

Unser Besuch auf Schloss Neuschwanstein war denkwürdig, unser kleiner historischer Ausflug sollte damit aber noch nicht beendet sein. Wie es weiterging, erfahrt ihr schon bald in einem Extra-Beitrag. Denn der zweite Teil unseres Besuchs in Süddeutschland verdient einen eigenen Beitrag, das könnt ihr mir glauben! 🙂

Eure Lisa

 

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