Requiem

aus Lauren Oliver’s Amor-Trilogie
Band 1: Delirium (Rezension)
Band 2: Pandemonium (Rezension)
Band 3: Requiem

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Carlsen (18. März 2016)
Sprache: Deutsch
Aus dem Englischen von: Katharina Diestelmeier
ISBN: 978-3551315236

 

Dies ist die Rezension zu dem dritten Band der Reihe und enthält Spoiler.

 

Klappentext:

Vielleicht ist Liebe wirklich eine Krankheit und wir wären ohne sie besser dran.
Lena und Julian konnten entkommen. Sie sind wieder in der Wildnis bei den Rebellen. Alles könnte gut sein, aber etwas hat sich verändert zwischen den beiden. Denn da ist Alex, der wieder aufgetaucht ist. Lena spürt, dass sie eigentlich zu ihm gehört, doch er ist seltsam abweisend. Ihre frühere Freundin Hana dagegen führt hinter den Mauern Portlands ein vermeintlich ruhiges Leben im Zeichen des Heilmittels. Der Kampf um Freiheit und Liebe spitzt sich immer weiter zu, bis Lena plötzlich im Zentrum des Geschehens steht.

 

Kurze Inhaltsangabe:

Lena und Julian konnten den Strapazen entkommen und sich zurück in die Wildnis flüchten. Dort trafen sie auf Alex, der nicht wiederzuerkennen ist. Er ist kühl, desinteressiert und hat schon bald eine neue Geliebte. Lena weiß nicht, was sie davon halten soll. Sie hat ihn schrecklich vermisst und wünscht sich ihren Alex zurück, doch weiß sie auch, dass sie keine Ansprüche stellen darf, schließlich ist sie nun mit Julian zusammen.
Doch das kleine Drama um Lenas Liebesleben wird von Problemen ganz anderer Art verdrängt: Die Zombies machen Jagd auf Invalide und brechen nun in die Wildnis vor. Sie trampeln alles nieder, um die Krankheit Liebe endgültig auszulöschen. Lena und Co. sehen sich also gezwungen nicht nur gegen Kälte und Hunger, sondern auch gegen ihren Feind zu kämpfen, um zu überleben.
Der Kampf entwickelt sich zu einem ausgewachsenen Krieg, in dem es schon bald nicht mehr nur um das Überleben, sondern um ein Leben in Freiheit geht.
Währenddessen kämpft auch die geheilte Hana im innern des portländischen Zauns um ihr Leben, das ihrem Verlobten und neuen Bürgermeister schutzlos ausgeliefert ist.

 

Meine Meinung:

Der Klappentext ist wie bei vielen Fortsetzungen eher irreführend, da es sich in erster Linie nicht um Lena und Alex, sondern um die Rebellion als solche, und um Familienbande handelt. Lena findet den Bezug zu ihrer Familie wieder und setzt sich dafür ein, diese im Kampf um die Freiheit nicht wieder zu verlieren. Die blutigen, actionreichen Szenen und die dramatisch-emotionalen gehen Hand in Hand. Nach einigen Startschwierigkeiten, entwickelte sich die Geschichte zunehmend rasanter – sowohl von der Handlung als auch von der empathischen Ebene aus. Vor allem Lenas Beziehung zu ihrer wieder entdeckten Mutter ist kompliziert und geht dem Leser sehr nahe.

Oliver schreibt diesen dritten Band aus zwei Sichten: Lenas aus der Wildnis und Hanas aus dem Innern des Zauns. Die Hana-Kapitel spannend zu gestalten war sicherlich nicht leicht, weil sie geheilt und deshalb eher emotionslos ist. Doch die Problematik um das Heilmittel wird gerade in ihren Kapiteln sehr greifbar. Gefangen in einer Verlobung, die für sie tödlich enden könnte, kann sie keinem davon erzählen ohne Gefahr zu laufen, als „verrückt“ abgestempelt und eingesperrt zu werden.

Das Buch wartet mit einigen unerwarteten Wendungen auf und überzeugt mit einigen neuen Charakteren (Coral und Pippa), während andere Charaktere und Entwicklungen sich eher als Enttäuschung entpuppen.

Das Ende schien mir sehr abrupt und offen. Ob die Invaliden mit Hilfe der Sympathisanten tatsächlich eine Änderung herbeiführen können, wird zwar angedeutet, aber nicht klar formuliert. Was genau zu Ende hin passiert, ist eher undurchsichtig, weil Lena nicht aktiv am Treiben beteiligt ist, sondern sich abseilt, um Grace zu retten.
Ein klein wenig abgerundet wurde es durch die philosophischen Gedanken um Freiheit und Glückseligkeit.

Das Extra-Kapitel aus Alex‘ Sicht hätte Oliver sich meiner Meinung nach sparen können. Es zählt für mich auch nicht zu der eigentlichen Geschichte.

 

Von mir gibt es für Requiem 3,5 von 5 Sternen.

Auch wenn ich mit dem Ende nicht absolut zufrieden bin, hat mir die Reihe insgesamt gut gefallen. Die Idee dahinter fand ich sehr interessant, sie hätte lediglich noch ein wenig besser umgesetzt werden können.

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