Vulkan Brauerei: Zu Besuch in der Vulkaneifel

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Heyhey allesamt,

jedes Jahr stellt man sich an Geburtstagen und Weihnachten aufs Neue die Frage, was man seinen Liebsten schenken könnte. Meine Freundinnen zu beschenken fällt mir recht leicht. Wenn mir partout nichts besseres einfällt, kann man sie immer mit Klamotten, Taschen, Makeup, einem guten Buch, Care-Paketen, oder Ähnlichem zufriedenstellen.

Bei den Herren der Schöpfung gestaltet sich das manchmal schwieriger. Auch wenn sie nichts dagegen zu haben scheinen, möchte ich ihnen doch nicht jedes Mal Alkohol kaufen. Wir werden ja auch nicht jünger und für die Flasche, die wir früher an einem Abend geleert haben, brauchen wir nun gleich mehrere Monate…

Also  habe ich meinem Schatz Alkohol in einer etwas anderen Form geschenkt: Eine Brauerei- und Kellerführung in der Vulkan Brauerei mit anschließendem zünftigen Essen (und Trinken^^) im Brauhaus.

 

Die Brauereiführung:

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Die Brauereiführung ließ wohl vor allem sein Lebensmitteltechnikerherz höher schlagen, denn man bekam allerlei Informationen zum Herstellungsprozess der hier erwerblichen obergärigen, unfiltrierten und naturbelassenen Bierspezialitäten, wie dem Mälzen, Maischen, Läutern, Gären und vielem mehr. Dabei konnte man die alten Sudpfannen und Gärtanks in der „Gläsernen Brauerei“ betrachten. Den Höhepunkt der Brauereiführung stellte das sogenannte Zwickeln direkt aus den Lagertanks dar. Unser Grüppchen entschied sich recht flott für das gewöhnliche Helle und ein etwas ausgefalleneres Indian Pale Ale mit einem Hauch von Maracujageschmack. Die jüngeren Teilnehmer wurden statt des Bieres mit Lollis versorgt.

 

 

Die Kellerführung:

vulkanbrauerei-keller_6Im Anschluss stieg unser Grüppchen von vier mit dem Gruppenleiter in den geschichtsträchtigen Keller, der das Bierbrauen in der Eifel damals überhaupt erst möglich gemacht hat:
Beim Ausbruch des Wingertsberg -Vulkans vor ca. 200.000 Jahrenist ein großflächiger Lavastrom ausgeflossen.Der in mächtigen Säulen erstarrte Basalt wurde seit dem Mittelalter im Untertagebau abgebaut.
Beim Ausbruch des Laacher – See – Vulkans vor ca. 13.000 Jahren entstanden die Bimslagerstätten im Neuwieder Becken.

Bis in das 19. Jahrhundert diente der Lavastrom überwiegend der Mühlsteingewinnung.Seit dieser Zeit wurden die Basaltgewölbe mit ihren konstanten 8-10° Celsius von den bis zu 28 in Mendig ansässigen Brauereien als Kühl- und Lagerhallen genutzt.
Heute befindet sich das einzige noch betriebsfähige Kühllager unterhalb der Vulkan Brauerei. Hier werden noch immer Edelbiere in original Bourbon-Holzfässern aus den USA gelagert.

Die Führung dauerte eine Stunde und führte uns 153 Stufen und 30m unter die Erde. Unser Gruppenleiter war sehr bemüht alle unsere neugierigen Fragen sehr ausführlich zu beantworten und erzählte mit solch einem Charme und Humor von der Geschichte des Basaltkellers, dass wir alle ihm schnell an den Lippen hingen. Die kleine Fledermaus, die sich ab und an blicken ließ, und die ewig langen Schächte zur Oberfläche sorgten ebenfalls für ein unvergessliches Erlebnis.

 

 

Essen im Brauhaus:

Das anschließende Essen im Brauhaus war gleichermaßen zünftig und reichhaltig, wie auch super-lecker. Mein Freund entschied sich für eine kalte Platte mit verschiedenen Wurst und Käsesorten (und gefühlten 100 verschiedenen Brotsorten dazu), ich aß Schweinebraten mit Klößen und Rotkohl. Die Bedienungen konnten einem bei dem Andrang an hungrigen Gästen fast Leid tun, blieben aber meist freundlich, zuvorkommend und charmant. Zum Essen gab es noch das ein oder andere Bierchen und zum Abschluss ein Bierlikör für mich, während mein Freund etwas schärferes bevorzugte.

 

Organisatorisches und weitere Infos:

Bei einem Preis von insgesamt € 11,80 (€ 5,90/Person für jeweils Brauerei- und Kellerführung) kann ein Jeder in den gleichen Erlebnisgenuss kommen wie wir. Die Führungen finden immer an Samstagen, Sonn- und Feiertagen um 15:00, bzw. 16:00 Uhr, statt. Für genauere Informationen, seht euch doch einfach auf der Website der Vulkan Brauerei um.
Ein Besuch der Vulkan Brauerei ist sehr schön mit einem Besuch des Laacher Sees und des nahgelegenen Klosters in Maria Laach zu verbinden.

 

 

 

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Eine Antwort zu Vulkan Brauerei: Zu Besuch in der Vulkaneifel

  1. Emily J. schreibt:

    Toll, jetzt habe ich Heimweh 😀

    Gefällt 1 Person

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