Pandemonium

aus Lauren Oliver’s Amor-Trilogie:
Band 1: Delirium
Band 2: Pandemonium
Band 3: Requiem

Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Carlsen (26. September 2014)
ISBN: 978-3551313683
Aus dem Englischen von: Katharina Diestelmeier

pandemonium

Klappentext:

Die angepasste Lena von früher gibt es nicht mehr. Die glaubte, was man ihr sagte, und sich gegen die Liebe heilen lassen wollte. Dieses alte Ich hat Lena zurückgelassen auf der anderen Seite des Zauns, über den sie mit Alex geflohen ist. Hier, in der Wildnis, schließt sie sich dem Widerstand an. Ein Auftrag führt sie erneut in die Stadt. Und tief in ihrem Innern gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass Alex doch noch am Leben ist. Sie muss ihn finden. Denn in ihrem Herzen lodert immer noch die Liebe.

 

Kurze Inhaltsangabe:

Damals
Gemeinsam brechen Lena und Alex auf, um der verqueren, nichts fühlenden Gesellschaft, die sie umgibt, zu entfliehen. Doch auf die andere Seite des großen Zauns schafft nur einer der beiden es.
Lena ist verängstigt und tieftraurig. Sie hat die Liebe ihres jungen Lebens verloren, den Menschen, der sie aufweckte und sie aufmunterte, sie selbst zu sein. Mutig zu sein und sich auf die Freiheit einzulassen. Nun muss sie sich alleine in der Wildnis zurechtfinden – bis sie auf Raven und ihre kleine Truppe Invaliden trifft. Sie schließt sich ihnen an, wohlwissend, dass sie allein niemals eine Chance hätte durch den Winter zu kommen.

Raven päppelt Lena auf so gut es geht. Um genug Nahrung und Wasser zu haben, muss Lena stark mit anpacken und bald ist sie nicht direkt glücklich, aber in Gesellschaft und wohl versorgt. Sie fühlt sich sicher – bis die Bomben und Schüsse fallen und ihr Unterschlupf von den Zombies aus dem Innern des Zauns zerstört wird. Die kommenden Tage sind für keinen von ihnen leicht. Der Winter ist hart und unnachgiebig und viele von ihnen sterben. Es bleibt ihnen nur, sich in ihr sicheres Rebellenhaus im Innern der nächsten Stadt zurückzuziehen. Und von da an nimmt alles seinen Lauf:

Heute
Lena, Raven und Tack brechen auf zu einer Veranstaltung der VDFA. Weshalb Lena den Sohn des Vorsitzenden, Julian, beschatten und beschützen soll, ist ihr ein Rätsel. Doch als gute Invalide erfüllt sie ihren Part und sieht sich schon bald selbst gefangen unter Tage. Ihr einziger Gesprächspartner ist Julian, vor dem sie ihre Tarnung unbedingt aufrecht erhalten muss. Sie ist Lena, hat eine Schwester, ist geheilt… Doch je interessierter Julian an ihr ist, und je länger ihre Gefangenschaft andauert, desto mehr beginnt ihre Fassade zu bröckeln. Ist Julian genauso böse wie sein Vater? Oder steckt vielleicht mehr in ihm?

 

Meine Meinung:

Nach dem rasanten Ende von Band 1, zogen sich die ersten 100 Seiten von Band 2 enorm. Deshalb unterbrach ich sogar das Buch und las erst ein Jahr später weiter. Das bereue ich aber gar nicht, denn ich konnte direkt wieder in die Geschichte einsteigen, kannte die Charaktere noch, wusste noch genau, was geschehen war.
Und nun sollte es auch richtig spannend werden!

Oliver schreibt Pandemonium aufgeteilt in „damals“ und „heute“ – wir bewegen uns mit Lena auf zwei unterschiedlichen Zeitsträngen, die uns bruchstückhaft mehr über ihre eigentliche Situation verraten bis „damals“ an dem Punkt anlangt, an dem „heute“ ursprünglich beginnt.
Hört sich kompliziert an? Ist es gar nicht! Sie macht die Sprünge an sinnvollen Stellen und dadurch, dass die beiden Handlungsstränge an zwei so unterschiedlichen Orten (Wildnis/Gesellschaft) stattfinden, weiß man immer wo – oder eher wann – man sich befindet.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und fesselnd und auch die Handlung wird wieder viel aktiver, wenn man sich erst einmal durch die ersten Seiten gekämpft hat.

Lena ist mir sehr sympathisch. Mir gefällt vor allem, dass sie nicht fehlerfrei ist! Auch dass es ihr anfangs schlecht geht, sie ihr Leben aber in die Hand nimmt und sie deshalb manches Mal ein schlechtes Gewissen hat, machen sie in meinen Augen sehr menschlich.
Geständnis meinerseits: Ich mag Julian ganz gerne, weil er einige Zeit braucht, sich an die neuen Umstände zu gewöhnen, was absolut nachvollziehbar ist. Auch weil er aufrichtiges Interesse an Lena zu haben scheint. Aber beim Lesen hatte ich durch seine Unwissenheit und Naivität (nochmal: absolut verständlich!!) doch eher das Bild eines großen Crybabys vor Augen. Ich hoffe, dass er im nächsten Band noch etwas tougher wird.
Von Raven habe ich nach wie vor eine geteilte Meinung. Die Erfahrungen, die sie gemacht hat, halten sie auf Distanz zu anderen. Sie wirkt durch ihren Mangel an Vertrauen zu anderen eher kühl und skeptisch und mir fällt es schwer zu glauben, dass sie eine ganze Truppe zusammenhalten könnte. Anführen, ja. Aber Oliver beschreibt sie doch als das Herzstück der Invaliden und so sehe ich sie nicht. Noch nicht…

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die Entwicklungen auf den letzten 80 Seiten insbesonders. Und ich freue mich wahnsinnig auf Band 3, der allerdings noch eine Weile wird warten müssen.

 

Von meiner Seite 4 von 5 Sternen. Einen Abzug, weil ich das Buch so lange unterbrechen musste, bevor ich wieder Gefallen daran fand.

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2 Antworten zu Pandemonium

  1. Pingback: Rika, die riesige Reihen-Übersicht | weltentzückt?

  2. Stopfi schreibt:

    Ich hab ja den ersten auf Englisch hier stehen – und zwar diese schöne Ausgabe *•* ich freu mich schon drauf!!

    Gefällt 1 Person

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