Rezension: Das Juwel – Die weiße Rose

von Amy Ewing
Band 2 der Das Juwel-Trilogie
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Fischer FJB (25. August 2016)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: The White Rose
Aus dem Englischen von: Andrea Fischer
ISBN: 978-3841422439

Juwel
Klappentext:

Violet ist auf der Flucht. Nachdem die Herzogin vom See sie mit Ash, einem Angestellten des Hauses, ertappt hat, bleibt Violet keine Wahl, als aus dem Palast zu fliehen oder dem sicheren Tod ins Auge zu sehen. Zusammen mit Ash und ihrer besten Freundin Raven entkommt Violet ihrem unerträglichen Dasein als Surrogat der Herzogin. Doch das Juwel zu verlassen ist alles andere als einfach. Auf ihrem Weg durch die Kreise der Einzigen Stadt verfolgen die Regimenter des Adels sie auf Schritt und Tritt. Die drei Geflohenen schaffen es nur äußerst knapp, sich in die sichere Umgebung eines geheimnisvollen Hauses in der Farm zu retten. Hier entdeckt Violet, dass ihre Gabe sehr viel mächtiger ist, als sie sich je hat vorstellen können. Aber ist Violet stark genug, sich gegen das Juwel zu erheben?

 

Kurze Inhaltsangabe:

Mit Luciens, Garnets und Cornelians Hilfe kann Violet Ash aus dem Kerker der Herzogin befreien und gemeinsam mit ihm und ihrer besten Freundin, Raven, den Fängen des Juwels entfliehen. Die Beziehung zwischen dem Gefährten und dem Surrogat ist ein absoluter Skandal. Um ihren Ruf nicht zu verlieren, verbreitet die Herzogin die Lüge, Ash habe ihr Surrogat vergewaltigt und sei nun auf der Flucht.
Dass die gesamte Stadt nach Ash sucht, ist nicht sehr hilfreich um ungesehen davonzukommen. Doch mit der Hilfe guter Freunde und Ravens geheimnisvollem sechsten Sinn, schaffen sie es letztendlich in die Farm. Doch es bleibt nicht viel Zeit sich auszuruhen. Wer ist Sil? Was ist das Geheimnis hinter ihrer unglaublichen Macht? Kann sie Violet ihr Kunstwerk lehren, um aus ihr eine Waffe im Kampf gegen den Adel zu machen? Wie können sie Raven vor dem sicheren Tod bewahren? Und soll Violet sich freuen, ihren kleinen Bruder Ocker unter den Rebellen zu finden? Sie sorgt sich um so viele Menschen und gleichzeitig sind sie so wenige im Kampf gegen ein schieres Imperium…

 

Meine Meinung:

In Band 1 schuf Ewing bereits ein gutes Gerüst für eine fantastische Geschichte. Sie ging vor allem auf die gesellschaftliche Struktur, die Gängigkeiten und Normalität von Intrigen im Juwel ein, ein kluger Zug, der es dem Leser ermöglichte, die Hinter- und Beweggründe der Charaktere besser zu verstehen.
In der weißen Rose beschäftigt sich Ewing nun mehr mit den Charakteren selbst. Der Leser erfährt Details aus ihren Vergangenheiten, lernt die Charaktere besser kennen und besser einzuschätzen. Automatisch werden die Charaktere einem sympathischer, weil sie weniger distanziert sind und man fiebert geradezu mit ihnen mit. Vor allem für Ash und Lucien entwickelt man großes Mitleid und sorgt sich konstant um die arme Raven, deren Gehirn im Juwel irgendwie verdreht wurde. Ewing zeigt gekonnt, dass die Charaktere nicht bloße Verkörperungen ihrer Kaste sind, sondern individuelle Persönlichkeiten mit eigenen Gefühlen und Emotionen. So sind Garnet und Cornelian gar nicht so schlecht, wie vorerst gedacht und der von Lucien, dem Eunuchen, beneidete Ash gar nicht erfreut über seinen Beruf als männliche Prostituierte.
Ewing bringt den Leser dazu, seinen eigenen Standpunkt zu gewissen Themen zu hinterfragen: Leihmutterschaft, Sklaverei, Reichtum und Armut, Prostitution, Egoismus vs. Opferbereitschaft, die Frage ob man Gesetzen und Regeln folgen oder lieber moralisch richtig handeln sollte, etc.
Dadurch bietet die Geschichte viel Gesprächsstoff und Anlass zur Diskussion und kann zum Beispiel auch als Randlektüre im Unterricht behandelt werden.

Weil die Charaktere sich in diesem zweiten Band langsam und authentisch entwickeln, tiefgründiger werden, die Beziehung zwischen Violet und Ash etwas mehr Stand bekommt und die Geschichte in sich stimmig ist, vergebe ich gerne 4,5 von 5 Sternen.

Einen halben Stern Abzug gibt es, weil mir das Ende zu vorhersehbar war und der Cliffhanger dadurch an Wucht verlor (meckern auf hohem Niveau – jaja…)

 

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5 Antworten zu Rezension: Das Juwel – Die weiße Rose

  1. Hm….mit Band 1 tat ich mich schwer, aber so wie du Band 2 beschreibst, gebe ich dem ganzen vielleicht noch eine Chance 🙂

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