Tagestrip nach Luxemburg

 

Hallöchen Popöchen! 🙂

Am Donnerstag, ein wundervoller freier Feiertag, beschließt mein Freund spontan „Wir fahren nach Luxemburg!“. Ich bin zwar unvorbereitet (schlimme Sache für einen Stier), doch einige Minuten später sind wir schon unterwegs, um meine beste Freundin einzusammeln. Die beiden sind von der Tagestrip-Idee so begeistert, dass ich sie niemals hätte ausschlagen können. Im Gegenteil, sie stecken mich mit ihrer Euphorie an. Wir alle sind gespannt darauf, was uns in Luxemburg erwartet, denn keiner von uns war bisher schon einmal dort.

Nach guten zwei Stunden Fahrt (was sind schon 2 Stunden, wenn man die beste Freundin zum Quaken im Auto hat??) kommen wir in Luxemburg an und parken im Parkhaus Saint Esprit für 2€ die Stunde. Verglichen mit manch anderer Hauptstadt, kann man sich über die Parkgebühren nur wundern, aber wir freuen uns, dass dieser Trip erschwinglich zu werden scheint und noch viel mehr als wir das Parkhaus verlassen und vom Plateau Esprit mit dem wunderschönsten Blick über die Stadt und auf die Kasematten belohnt werden.

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Die Chemin de la Corniche laufen wir hinunter, am Historischen Museum und der Michaelskirche vorbei zu den Kasematten (Casemates du Bock), in den Felsen gehauene Höhlen und Gänge, die zu Verteidigungszwecken angelegt wurden. Wir zahlen je 4€ für den Eintritt und staunen nicht schlecht. Diese alte Festung ist riesig und nicht grundlos auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes! Treppab, treppauf und wieder treppab, um mehrere Biegungen – Sackgasse! Und alles wieder zurück. Die Treppen sind sehr steil und etwas abgelaufen, sodass sie bei dem matten Licht eine kleine Herausforderung darstellen. Wohl nichts für Menschen mit Höhenangst. Aber die haben vermutlich auch vom Plateau aus ihre Schwierigkeiten, denn ins Tal geht es tief hinunter.
Wir bewundern die Alster und die Altstadt auf der einen und die Gärten und die Grand Duchess Charlotte Brücke auf der anderen Seite. Das Viadukt jagt uns einen Schauer über den Rücken. Man nennt sie auch die „Todesbrücke“, weil sich seit ihrer Fertigstellung im Jahre 1966 über 100 Selbstmörder in die Tiefe gestürzt haben. Aus diesem Grund wurden 1993 Schutzbarrieren errichtet.


In der Innenstadt biegen wir am „Urban“ links ab, und weil wir dort leider keinen Platz mehr ergattern können, verschlägt es uns in das Chocolate House gegenüber des Palais Grand-Ducal. Unsere hausgemachten Eistee (für heiße Schokolade ist es leider viel zu warm!) kommen genau rechtzeitig zur Wachablöse. Der arme Teufel hatte uns schon ganz Leid getan, weil er aussah, als würde er in der prallen Sonne jeden Augenblick eingehen. Aber so richten wir unsere Aufmerksamkeit wieder auf unsere Gespräche und die Kuchen und Torten, die der Kellner ständig an uns vorbeiträgt. Zum zahlen gehen wir hinein und WOW! So tolle Torten habe ich noch selten gesehen!

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Am liebsten würde ich den ganzen Laden leer kaufen.
Aber ich begnüge mich mit einem Eis von einer tollen Eisdiele am Place d’Armes gegenüber des McDonalds. Hier gibt es ganz außergewöhnliche Eissorten wie Litschi und Lavendel, aber ich bleibe Pistazie treu. Vom Platz aus kann man das Cercle Municipal (Stadt-Palais) mit seinem Fassaden-Fries betrachten, welches die Übergabe des Freiheitsbriefes an die Bürger der Stadt Luxemburg im Jahre 1244 durch die Gräfin Ermesrinde darstellt, oder sich in einem der zahlreichen Cafés und Restaurants entlang des Platzes die Zeit vertreiben.

 

 

 

Zu guter letzt schlendern wir am Casino vorbei in den Petruss-Park und bestaunen die Petruss-Kasematten und die Passerelle.
Eine Eisenbahn fährt im Kreis und zaubert ein Strahlen in die Gesichter der Kinder an Bord, Sportbegeisterte kommen auf dem Outdoor-Fitness-Platz auf ihre Kosten und wir genießen einfach die schöne Natur und das tolle Wetter bevor es Zeit wird den Rückweg anzutreten.

 

 

Ich empfehle euch, auch einmal samstags nach Luxemburg zu kommen. Hier kann man herrlich shoppen! 🙂

 

Als dann, einen wunderschön sonnigen Tag euch allen!
Eure Lisa

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6 Antworten zu Tagestrip nach Luxemburg

  1. Isa schreibt:

    Total schöne Bilder! *-* Ich müsste eigl auch mal nach Luxemburg… 😀

    Gefällt 1 Person

  2. merlanne schreibt:

    Hey Lisa, ich freue mich dass es dir in meiner Heimatstadt so gut gefallen hat. Und lernen konnte ich zudem was in deinem schöne Bericht: nämlich, dass man den Viadukt auch (verdienterweise) Todesbrücke nennt. Übrigens, ich geben die recht, die Torten vom Chocolate House sind der absolute Hammer.
    Ganz liebe Grüsse aus Luxemburg
    Claudine

    Gefällt 1 Person

  3. colourfulbrush schreibt:

    Hallo, ich finde Luxemburg auch so schön wie ihr. Ich kann Euch noch die Madeleines von Lea Linster in ihrem kleinen Café empfehlen. Die waren echt sooo lecker! Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

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