Harry Potter: Die Liebsten

Corly veranstaltet Themenwochen, an denen ich normalerweise aus Zeitgründen nicht teilnehme – um ehrlich zu sein, weiß ich auch gar nicht, ob sie zum Mitmachen gedacht sind.

Aber zu ihrem aktuellen Thema muss ich doch einiges los werden, denn es geht um Harry Potter!
Diese Reihe begleitet mich seit meinem 10. Lebensjahr und wird jährlich aufs Neue gelesen.

 

Corly’s erste Frage gilt den Lieblings-Charakteren. Meine sind:

1.Hermine Granger

Sie ist sehr ehrgeizig und zielstrebig, ein absoluter Streber und ein Bücherwurm. Genau wie ich also in dem Alter (und vermutlich auch heute noch). Ich konnte mich von Anfang an mit ihr identifizieren, selbst als sie noch ein wenig zu hochnäsig war und dachte, sie bräuchte keine Freunde. Ich hatte die meiste Zeit über viele, und sehr gute, Freunde, aber in der Grundschule zogen wir in eine andere Stadt. Der Schulwechsel hat mich notentechnisch nie aus der Bahn geworfen, aber es war schon etwas schwierig Anschluss zu finden bei Gleichaltrigen, die sich seit Babytagen kannten. Damals fing ich Harry Potter an und konnte Hermine deshalb immer gut verstehen.
Außerdem liebe ich sie, weil sie so loyal und mutig ist und für sich und ihre Freunde einsteht. Sie möchte etwas bewegen (wie mit B.ELFE.R) und ist in der Regel freundlich. Es sei denn, jemand kommt ihr dumm – dann präsentiert sie gerne die Schlagfertigkeit, die ich allzu gerne hätte!

2. Hagrid und Dobby

Warum die beiden sich Platz 2 teilen? Weil sie beide so liebenswert sind! Sie sind zwei sehr treu-doofe Charaktere, die es immer gut meinen und öfters mehr Chaos anrichten, als zu helfen. Aber gerade deshalb sorgen sie in den Büchern für das ein oder andere Schmunzeln.

 

3. Minerva McGonagall

Sie ist ein Drachen und verschafft sich so einen Heidenrespekt! Und gleichzeitig ist sie treu, aber stets fair und handelt moralisch richtig. Sie hat eine harte Schale und einen umso weicheren Kern und sie hat einfach ein mega-Talent! Sie hat sich Platz 3 absolut verdient als sie Umbridge die Stirn bot.

 

4. Fred und George Weasley

Die beiden sind einfach die Ober-Börner und wären ziemlich sicher meine besten Freunde geworden! 😀
Ich fand sie immer schon sau cool, und als sie die Schule schmissen, um Umbridge eins reinzuwürgen habe ich sie ganz offiziell gefeiert! Irgendwie leben sie eines jeden Schülers Traum: Den Lehrern zeigen wo’s langgeht, die Schule schmeißen und trotzdem verdammt erfolgreich werden! Als George verletzt wurde, wurde mir schon ganz schlecht.
Als Fred dann am Ende starb, war das für mich der schlimmste Tod (abgesehen von Dumbledore’s in Band 6). Und doch fand ich ihn passend. Es wäre einfach nicht authentisch gewesen, wenn alle überlebt hätten und sein Tod lässt Raum für eine dramatische Fortsetzung, in deren Mittelpunkt George’s Identitätsfindung ohne seinen Bruder stehen könnte.

 

5. Harry Potter und Ron Weasley

Wäre vermutlich schlecht, wenn ich die Protagonisten meiner Lieblingsreihe nicht mögen würde. Harry ist sehr vielschichtig: Zunächst sehr genügsam und einfach nur lieb. Im Laufe der Geschichte ändert sich seine Attitüde. So wirft er z.B. in Band 5 mit Argumenten um sich, weshalb er in den Orden aufgenommen werden sollte und hört sich schon etwas eingebildet gegenüber Ron und Hermine an. SIE haben ja nicht Voldemort bekämpfen müssen, ein ums andere Mal. Lieber Harry, wenn die beiden nicht gewesen wären, wärst du auch nicht so weit gekommen. Also psst!
Aber mit ihm hat Rowling definitv einen tiefgründigen Charakter geschaffen.

Ron ist ein treuer Freund, der es ebenfalls nicht leicht hatte im Leben. Sich gegen haufenweise Brüder durchsetzen zu müssen und quasi nie etwas eigenes oder neues zu bekommen, weil das Geld es nicht zulässt, muss hart sein. Besonders lustig finde ich, dass Ron in extremen Situationen mutig ist, vor Kleinigkeiten wie Spinnen aber fürchterliche Angst hat. Manchmal fragt man sich wirklich fast, was er denn in Gryffindor zu suchen hat. Aber die Art und Weise, wie er sich für seine Freunde einsetzt, und immer sagt, was er denkt, machen ihn sehr sympathisch.

 

Natürlich gibt es unendlich viele tolle Charaktere in Harry Potter.
Dumbledore, Lupin, Sirius, Neville, Mrs. Weasley,…
Ganz begeistert bin ich auch von Draco Malfoy, der zugegebenermaßen ein Widerling ist, sich aber letztlich doch nicht dazu überwinden kann, jemandem Schaden zuzufügen. Er tut mir Leid, weil er immer nur das Böse zum Vorbild hatte.
Ebenso Dudley, der am Ende der Geschichte offenbart, dass ihm vielleicht doch etwas an Harry lag.

Auch Severus Snape, von dem man immer wieder ausgeht, er sei einer von den Bösen, entpuppt sich als Überraschung. Ich liebe es, wie Rowling den Leser überrascht und jedem Charakter einen plausiblen Hintergrund verleiht.

Wer sind eure Lieblings-Charaktere?

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4 Antworten zu Harry Potter: Die Liebsten

  1. Corly schreibt:

    Huhu,

    eigentlich leg ich es gar nicht so drauf an mich mit Charaktere zu identifizieren. Hauptsache sie können mich überzeugen.

    Hermine fand ich gerade jetzt am Anfang noch ziemlich unsympatisch. Aber mittlerweile bin ich da wo sie schon Freunde sind und es wird besser. Eigentlich mag ich sie schon, aber ich glaub ich mein dann gar nicht mehr so die Buch-Hermine sondern eher die Film-Hermine. Irgendwie kann ich mich an die Filme einfach viel mehr erinnern als an das was wirklich im Buch passierte.

    Ich hatte nie einen derartigen Schulwechsel ausser die normalen. Von Grundschule auf 10 Jahre Schule und dann weiterführende bis zur Berufsschule. Immer mit ein und der selben Klasse jeweils. Von daher kann ich da nicht viel mit reden und umgzogen bin ich in dem Sinne mit Schulwechsel auch nie. Von daher …

    Stimmt. An Dobby hatte ich gar nicht mehr gedacht. Der ist süß. Ich glaub gar nicht, dass Hagrid so treudoof ist. Sonst würde Dumbledore ihm nicht so viel anvertrauen. Ich glaub hinter alls seiner Verrücktheit hat er ziemlich was auf den Kasten. Das tragische ist nur, dass er das wegen seinem Rauswurf nie beweisen konnte.

    Ich glaub so hart ist McGonagall gar nicht. Jedenfalls hab ich sie so nie gesehen. Oder sehe sie nicht mehr so. Sie ist einfach ein bisschen strenger als andere, aber wie du schon sagtest, sie ist wenigstens gerecht.

    He, he. Witzig. Ich hab mir die Weasley Twins auch immer als beste Freunde vorgestellt. Aber mal ehrlich? Sie sind nur auf Platz 5 bei dir? Na sowas? Ja, das mit Umbridge war echt megacool. Aber hätten das andere gemacht wäre es nur halb so gut gewesen. Noch schlimmer als Goerges Verletzung fand ich was mit Fred am Ende passierte. Deswegen war es für mich ebenfalls der schlimmste Tot. Irgendwie stehe ich doch auf tragisch und dadurch hab ich Fred immer etwas mehr bevorzugt, auch wenn die beiden sich ja kaum unterschieden. Es ist herrlich wieder über sie zu lesen und ich lach mich ständig über sie schlapp.

    Harry mag ich auch, aber ich glaub nicht, dass ich ihn wirklich als Liebling bezeichnen würde. Vielleicht steck ich da zu sehr in seinen Gedanken. Aber ich mag ihn und finde es super, was aus ihn für ein anstendiger Kerl geworden ist, wenn man bedenkt wie die Dursleys ihn behandelt haben. Dass er da nicht durchgedreht ist oder total zurückhaltend zeigt was für ein starker Charakter er ist. Aber es gibt ja auch viele, die ihn nicht mögen.

    Das mit Ron und den Spinnen fand ich immer zu cool. Das passte aber auch einfach. Ich mag Ron auch einfach.

    Vielen Dank für deine tolle Antwort. Meine Rückantwort hat doch etwas gedauert.

    LG Corly

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    • lisaroundtheglobe schreibt:

      Genau genommen sind die Weasleys auf Platz 4. Mein PC hatte falsch durchnummeriert. 😀

      Ich glaube, dass Hagrid wirklich ziemlich doof ist. Aber nichtsdestotrotz ein ganz liebevoller, loyaler Mensch, der sich unglaublich um andere sorgt. Aber natürlich könntest du auch Recht haben. Immerhin weiß er jede Menge über magische Geschöpfe.

      Die Dursleys… Wir können froh sein, dass aus Harry kein Amokläufer wurde. Der arme Kerl. Wäre ich an seiner Stelle gewesen, hätte es Tote gegeben. Entweder die umgebracht, oder mich selbst. So ne Familie kann doch keiner ertragen?!

      Gefällt 1 Person

      • Corly schreibt:

        So ganz doof kann Hagrid nicht sein. Sonst würde Dumbledore ihm nicht so viel anvertrauen. Aber ja, er ist schon etwas sonderlich. Oh, das ist ja doof mit der Nomenierung.
        He, he. Wegen den Dursleys stimmt. So eine Familie kann wirklich keiner vertragen. LG Corly

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  2. Pingback: Harry Potter und der Stein der Weisen | weltentzückt?

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