Hamburg, meine Perle

Hallöchen ihr kleinen Spezis,

endlich komme ich dazu, euch von meinem Wochenendtrip nach Hamburg zu berichten. Eine wundervolle Stadt<3
Und nebenbei gemerkt, die Stadt mit den meisten Brücken. Hamburg hat sogar mehr Brücken als Amsterdam, London und Venedig zusammen – zumindest laut Kapitän unserer kleinen Nusschale während der Hafenrundfahrt, auf der es auch durch einen Teil der brückenreichen Speicherstadt geht.

Also nun, Freitagmorgen: Wir haben einen Tag Urlaub genommen und brechen früh auf. Nach etwa 5 Stunden Fahrt kommen wir wohlbehalten und etwas hibbelig im Apartment Hotel in Hamburg an.

Mein Freund hatte einen Gutschein über Groupon erworben, der die zwei Nächte im Hotel mit Frühstück und einmaligem 3-Gänge-Dinner erschwinglich macht.
Das Hotel kann ich wärmstens empfehlen – das Zimmer ist sehr geräumig und sauber, das Bad neu saniert und es gibt eine kleine Küchenzeile, die es einem ermöglicht, sich selbst zu versorgen. Außerdem würde ich die Matratzen und den Lattenrost am liebsten mitnehmen, so gut schlafe ich in der ersten Nacht.

Aber ganz so weit sind wir noch nicht. Nach unserer Ankunft, brechen wir zu allererst mit dem Bus auf Richtung Innenstadt; wir bummeln durch die Stadt, essen ein Eis in der Europapassage, lassen uns die Haare für den Abend schneiden und tingeln dann gemütlich weiter zu den Landungsbrücken. Unterwegs sehen wir an jeder Ecke einen Starbucks – an Koffein wird es uns also nicht mangeln.

 

Als wir am Hafen ankommen, ist der liebe Gott uns gnädig und schickt uns ein wenig Sonnenschein. Viel besser hätte es wirklich nicht kommen können!


Wir genießen die Aussicht und das Wetter und entscheiden uns spontan für eine einstündige Hafenrundfahrt (€15,00/Person – mit Hamburg-Card nur €10,00!).
Die Rundfahrt beginnt am roten Schiff, das wider Erwarten kein Feuerwehrschiff ist, sondern zu seiner Zeit als Leuchtturm diente. Heute befinden sich ein Restaurant und Hotel an Bord des Schiffes.
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12592528_10207313198205938_293560080395815020_nDie Fahrt führt zunächst durch einen Teil 734684_10207313173845329_7282960723789460034_nder berühmtberüchtigten und wunderschönen Speicherstadt, die wir uns am nächsten Tag genauer ansehen wollen, und anschließend vorbei an der 865 millionenschweren Philharmonie und dem „Dönerspieß“, der Hamburgs wohl teuerste Eigentumswohnungen beherbergt.
Stellt euch nur mal die Aussicht von dort oben vor!! Aber hoffentlich gibt es einen Aufzug… Wäre eine ärgerliche Wertminderung, falls nicht. 😛

Die meiste Zeit stehen wir draußen an Bord des kleinen Schiffchens und obwohl die Sonne uns die Nasenspitzen wärmt, frösteln wir doch im eisigen Wind. Danach wollen wir uns also erstmal nur aufwärmen und suchen nach einem Restaurant, in dem wir etwas zu Abend essen können, bevor wir zum Musical „König der Löwen“ aufbrechen.

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Unsere Wahl fällt auf das Hardrock Café direkt oberhalb der Landungsbrücken.
Hier ist es herrlich warm, die Musik ist spitze und unsere Burger… Oh man, welche Burger!!!

 

Vollgestopft und halbwegs aufgewärmt schlendern wir zurück zum Ableger und lassen uns von der kostenlosen Fähre zum Stage Theater bringen. Wer will kann natürlich auch auf eigene Faust durch den Elbtunnel marschieren und über den Reiherdamm zum Theatergelände gelangen.

Das Musical selbst ist toll. Die Kostüme sind atemberaubend und bringen mich gleich beim ersten Lied zum schluchzen. Meine Augen sind nass, das Grinsen auf meinem Gesicht riesig und ich weiß gar nicht, wohin ich zuerst schauen soll.
Die gesangliche Leistung ist „in Ordnung“, haut mich aber nicht vom Hocker. Da war „Tarzan“ musikalisch einfach besser. Aber die Show macht den Abend natürlich trotzdem zu einem Highlight und Raffiki bringt mich total zum Lachen. Die einzige Sängerin, die mit ihrer Ausstrahlung natürlich überzeugt.
Fotos von dem Spektakel durfte ich leider keine machen. Aber hier könnt ihr ein wenig schnuppern. 🙂

 

Nach dem Musical wollten wir ursprünglich in die Haifischbar, sind aber so K.O. von dem frühen Aufstehen, der langen Fahrt und der vielen frischen Luft, dass wir doch direkt zurück ins Hotel fahren und wie Steine in unser bequemes, warmes Bett fallen.

 

Am nächsten Tag schlafen wir aus – bis 9:00 Uhr, gehen frühstücken und brechen dann auf. Wir bummeln durch den Park „Planten und Bloomen“, der im Sommer vermutlich wundervoll blühmt und von Wassergeplätscher erfüllt ist. Momentan sind die Fontänen ausgeschaltet, die Becken leer. Es ist einfach noch zu kalt.

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Wir kommen an einer Eisbahn vorbei und in mir schreit eine Stimme der Kindheit, aber ich habe ein Kleid an und wäre nach dem ein oder anderen Sturz bestimmt total unterkühlt. Also verzichten wir aufs Schlittschuhlaufen und besteigen stattdessen den Turm des Michels. Der Aufstieg ist kräftezehrend und mir kommt die Geschichte in den Sinn, nach der jeder junge Mann, der sich hier trauen lässt, seine Schwiegermutter bis nach oben tragen muss. Die armen Säue…
Wir werden allerdings mit einer tollen Aussicht belohnt:

 

Danach geht es an den Landungsbrücken entlang zur Speicherstadt. Wir finden eine kleine Bar direkt am Wasser, die ihre Gäste mit Liegestühlen verwöhnt. Wie sollten wir da nur widerstehen? Wir fläzen uns in der Sonne, genießen unsere Limonaden und lauschen dem Kreischen der Möwen.
Und dann geht es weiter:


Direkt in der Speicherstadt findet man das Miniatur-Wunderland, das als Sehenswürdigkeit Nummer 1 in Hamburg bekannt sein dürfte, ein Marine-Museum, sowie das Hamburg Dungeon, auf das wir uns schon sehr freuen.
12799242_10207313197725926_8733705820185992341_nDie Schauspieler des Amsterdam Dungeons haben eine eindeutig glaubhaftere und gruseligere Show geliefert, aber trotzdem ist das Hamburg Dungeon (€ 24,95/Person) einen Besuch wert!!
Hier findet ihr alles, was ihr wissen müsst zu Öffnungszeiten, Preisen und Kombi-Tickets.

Leider war eine riesige Gruppe Damen mittleren Alters mit von der Partie und eine dieser Damen war so betrunken, dass sie kaum gerade stehen konnte und allen anderen mehr als einmal den Spaß verdarb. So spielte sie an ihrer Kamera herum, genau in dem Moment, in dem absolute Dunkelheit herrschen sollte. An dieser Stelle: Shout-Out zu der Gruppe!! Wenn jemand so betrunken ist, nimmt man ihn nicht mit. DANKE.

 

Der Hunger plagt uns und wir suchen ein Restaurant im portugiesischen Viertel auf, das uns wärmstens empfohlen wurde: Ristorante L’Ancora.

Die Pizza Ruccola für knappe € 12 ist die wohl beste Pizza, die ich je hatte. Der Wein schmeckt lecker und erfüllt seinen Zweck. Gesättigt und gewärmt sind wir bereit für einen gemütlichen Nachmittag, an dem wir noch eine Weile durch diese wundervolle Stadt spazieren.

 

Der nächste Morgen ist unser letzer in Hamburg. Wir fahren nach dem Frühstück los und legen einen kleinen Zwischenstopp im Sealife in Hannover ein. Für €17,50/Person ein nettes Ausflugsziel, aber vor allem natürlich für Kinder toll. An der Insektenstation kann man lebendige Insekten anfassen, sich die Finger von Putzergarnelen säubern lassen und man begegnet Geckos und Eidechsen, die „frei“ im Haus herumkriechen – wenn man denn genau auf seine Umgebung achtet.

 

Am frühen Abend kommen wir zuhause an und blicken zurück auf ein atemberaubendes Wochenende.
Der nächste Wochenendetrip lässt bestimmt nicht allzu lange auf sich warten!

 

Eure Lisa

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3 Antworten zu Hamburg, meine Perle

  1. sternenbrise schreibt:

    Ein ganz toller Bericht! Ich liebe Hamburg ja und würde dort in Zukunft auch gerne leben 🙂
    Tolle Menschen, schöne Stadt und das Wasser immer in der Nähe. Und die ganzen Musicals 😍

    Gefällt 1 Person

  2. Lilli333 schreibt:

    Hey cool!
    Ich war vor 2 Wochen übers Wochenende mit meinen Ballettmädelz in Hamburg. 🙂
    Liebe Grüße
    Lilli

    Gefällt 1 Person

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